Entscheidung im September
Postbank-IPO könnte Tui aus dem Dax verdrängen

Der Reisekonzern Tui könnte laut Indexexperten durch den Börsengang (IPO) der Postbank aus dem Deutschen Aktienindex (Dax) herausfallen.

HB FRANKFURT. „Der Börsengang der Postbank würde TUI auf der Indexrangliste den entscheidenden Platz nach unten drücken. Dann würde wohl Puma aufsteigen“, sagte Claudia Volk, Indexexpertin bei der WestLB am Donnerstag. Nach der am Morgen publizierten Monatsrangliste der Börse liegt TUI nach Marktwert auf Platz 35.

Drückt die Postbank beim Einstieg in die Liste Tui auch nur um einen Platz, muss sie nach den Index-Regeln aus dem Dax genommen werden. Erster Austauschkandidat wäre dabei Puma. Die Deutsche Börse entscheidet allerdings erst Anfang September auf Basis der August-Statistik. „Das wird noch richtig spannend“, sagte Stefan Mitropoulos, Indexanalyst bei der Bankgesellschaft Berlin. Aber auch er rechne damit, dass Tui durch einen Postbank-IPO aus dem Dax fallen werde.

Tui ist auf der aktuellen Rangliste nach Streubesitz mit 1,9 Milliarden Euro bewertet. Experten rechnen damit, dass der Wert des Streubesitzes der Postbank, deren Erstnotiz für den 21. Juni geplant ist, bei bis zu 2,5 Milliarden Euro liegen wird. Damit würde die Postbank zwar vor Tui, aber deutlich hinter Puma rangieren.

Trotz einiger Querelen im Vorfeld des Postbank-Börsenganges wird derzeit mit einem Listing des Instituts gerechnet. Post-Chef Klaus Zumwinkel hatte am Mittwoch am Rande einer Konferenz in Frankfurt gesagt, es werde am IPO-Plan des Tochterunternehmens festgehalten. Experten rechnen damit, dass die Papiere der Postbank nach dem Börsengang im MDax für mittelschwere Werte gelistet werden.

Neben Puma und letztlich auch der Postbank haben der aktuellen Statistik zufolge auch Hypo Real Estate, T-Online, Merck und Heidelberg Cement langfristig Chancen in den Dax aufzusteigen.

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