Entspannung beim Ölpreis entlastet
Fondsmanager investieren wieder mehr in Aktien

Fondsmanager haben im Oktober ihren Aktienanteil in den Portfolios leicht erhöht. Für die künftige Entwicklung an den Aktienmärkten sind sie angesichts des Rückgangs des Ölpreises und der jüngsten Kursgewinne an den Börsen optimistisch gestimmt.

HB FRANKFURT.„Bei den Aktien scheint der Knoten geplatzt, möglicherweise auch auf längere Sicht“, sagt Harald Schmidlin, Aktienstratege bei der Fondsgesellschaft Cominvest. „Für Aktien spricht immer noch die im historischen Vergleich günstige Bewertung, vor allem bei europäischen Titeln.“ Das sehen die Anlageexperten der Fondsfirma Frankfurt Trust genauso: „Mit Blick auf die gegenwärtigen Bewertungsniveaus halten wir ein Engagement in Aktien noch immer für attraktiv“, urteilen sie in einem Marktkommentar. Vergleiche man die Kursentwicklung zahlreicher Aktien aus Europa in den vergangenen zwölf Monaten mit der Gewinnentwicklung der Unternehmen, bestehe erheblicher Nachholbedarf.

Der monatlichen Reuters-Umfrage zur Asset Allcoation zufolge haben Fondsmanager im Oktober den Anteil von Aktien in ihren Portfolios auf 46,7 Prozent von 45,94 Prozent im September erhöht. Gleichzeitig hoben sie auch die Gewichtung von Renten an, die im Oktober 43,44 Prozent nach 42,74 Prozent im Vormonat ausmachten. Zu Gunsten von Aktien und Renten reduzierten die Anlageexperten ihren Barbestand, der auf 9,84 Prozent von 11,30 Prozent schrumpfte.

Die Aktienmärkte haben in den vergangenen Wochen vor allem von der Entspannung beim Ölpreis profitiert. Seit Ende Oktober hat der Deutsche Aktienindex (Dax) mehr als fünf Prozent an Wert gewonnen. Im gleichen Zeitraum fiel der Terminkontrakt auf leichtes US-Öl um fast zehn Dollar pro Barrel, nachdem die Öl-Futures Ende Oktober bei knapp unter 56 Dollar auf ein Rekordhoch geklettert waren. Mit Argusaugen beobachten Börsianer nun die Entwicklung des Euro, der zuletzt deutlich an Wert gewonnen und am Donnerstag sogar ein Rekordhoch bei 1,3074 Dollar markiert hat. „Ein Risikofaktor bleibt der starke Euro. Die Schmerzgrenze ist allerdings noch nicht erreicht“, sagte Schmidlin. „Sollte der Euro aber weiter deutlich steigen, könnte das die Aufwärtsbewegung des Aktienmarktes bremsen.“

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