Ericsson rückt nach
Bayer und VW sind raus aus Stoxx-50-Indizes

Die Aktien von VW und Bayer werden wegen gesunkener Marktkapitalisierung bald nicht mehr in den viel beachteten europäischen Stoxx-Standardwerteindizes vertreten sein.

HB FRANKFURT. Im Stoxx 50 der 50 größten börsennotierten Unternehmen Europas würden für Bayer und den niederländischen Versicherer Aegon ab Ende September der schwedische Telekomausrüster Ericsson und die französische Großbank Societe Generale vertreten sein, teilte der Indexanbieter Stoxx am Mittwoch mit. Für Volkswagen werde die französische Bank Credit Agricole in den Euro Stoxx 50, der die 50 größten börsennotierten Unternehmen der Euro-Zone umfasst, aufrücken. Umgesetzt wird die von Analysten erwartete Entscheidung am 20. September.

Deutschland ist nach dieser Entscheidung noch mit neun Unternehmen im Stoxx 50 vertreten. Großbritannien ist hier mit 15 Werten das Land mit den meisten Indexmitgliedern. Im Euro Stoxx verfügt Deutschland über zwölf Vertreter, Frankreich führt hier die Liste mit 16 Unternehmen an.

Die Mitgliedschaft in einem der großen Börsenbarometer ist für Unternehmen wichtig, weil sie so stärker ins Blickfeld vor allem der Fondsmanager rücken. Viele internationale Vermögensverwalter orientieren sich bei der Zusammensetzung ihrer Portfolios an diesen Indizes. Außerdem werden Zertifikate und indexgebundene Fonds, die ein Börsenbarometer eins zu eins nachbilden, immer beliebter. Die Experten von Dresdner Kleinwort Wasserstein schätzen, dass in Aktien des populären Euro Stoxx 50 rund 40 Milliarden Euro durch diese passiven Anlagestrategien investiert sind. Für den Stoxx 50, der neben der Euro-Zone auch die wichtigen Kapitalmärkte der Schweiz und Großbritanniens berücksichtigt, rechnen sie mit rund 25 Milliarden Euro.

Die nächste wichtige Indexentscheidung für den deutschen Kapitalmarkt steht am Freitagabend nach 22.00 Uhr (MESZ) an. Dann entscheidet die Deutsche Börse über Veränderungen in ihren Indizes. Nachdem der Reisekonzern Tui lange Zeit vom Abstieg aus dem Dax bedroht war, rechnen Analysten nun nicht mehr mit einer Veränderung in dem deutschen Leitindex. Die Tui-Aktie hatte in den vergangenen Wochen rund 20 Prozent an Wert gewonnen. Damit wurde eine Herausnahme unwahrscheinlich.

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