EU-Beschluss
Spareinlagen werden künftig besser geschützt

Das Europäische Parlament hat grünes Licht für einen besseren Einlagenschutzfür Ersparnisse auf Bankkonten gegeben. Ab Juli steigt die Sicherungsgrenze von 20 000 auf 50 000 Euro. Ab 2010 will die EU sogar eine Garantie für bis zu 100 000 Euro einführen.

HB BRÜSSEL. Mit einer deutlich höheren Garantie für Ersparnisse auf Bank-Konten will die Europäische Union verhindern, das verunsicherte Verbraucher ihr Geld unter dem Kopfkissen horten. Ab Juli sind EU-weit bis zu 50 000 statt bisher 20 000 Euro auf Konten und Sparbüchern für den Fall einer Bankenpleite abgesichert, ab Ende 2010 sollen es sogar 100 000 Euro sein.

Das Europäische Parlament stimmte am Donnerstag den entsprechenden Neuregelungen zur Einlagensicherung zu. Die höhere Einlagensicherung war die erste Maßnahme, die die EU-Finanzminister nach Ausbruch der Finanzkrise im Oktober beschlossen.

Nach dem Kollaps der Investmentbank Lehman Brothers waren mehrere Großbanken in Europa in Schieflage geraten. Die Bundesregierung garantierte damals kurzfristig eine unbegrenzte Einlagensicherung, um zu verhindern, dass Bankkunden in Panik ihre Konten leerräumen und damit die Geldhäuser erst recht an den Rand der Zahlungsfähigkeit bringen.

Sollte eine Bank pleite gehen, können die Kunden jetzt nach spätestens 35 Arbeitstagen mit der Rückzahlung ihres Geldes rechnen. Die EU-Kommission wollte diese Frist von bisher maximal neun Monaten eigentlich auf sechs Arbeitstage verkürzen. Das hielten EU-Länder und Abgeordneten aber für unrealistisch. Der Ministerrat muss die Gesetzesänderung noch förmlich verabschieden.

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