Europa verliert an Boden – Anstieg in den USA
Keine Erholung auf dem weltweiten M&A-Markt

Der weltweite Markt für Fusionen und Übernahmen (M&A) ist trotz der deutlichen Erholung an den Aktienmärkten in den ersten neun Monaten 2003 weiter geschrumpft. Eine Untersuchung der Investmentbank JP Morgan zeigt einen Rückgang um 8 % auf 1,09 Bill. Dollar im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

mm FRANKFURT/M. Auch im Quartalsvergleich hat der weltweite M&A-Markt weiter nachgegeben. Gegenüber dem zweiten Quartal sank das Volumen im Zeitraum von Juli bis September um 6 % auf 272 Mrd. Dollar. Allerdings setzte sich zumindest in den USA die im zweiten Quartal begonnene Erholung fort. Dort stieg das Volumen um deutliche 29 % auf 119 Mrd. Dollar. In Europa stand dagegen ein weiteres Minus von 17 % auf 100 Mrd. Dollar zu Buche. Erstmals in diesem Jahr gab es im dritten Quartal auf dem alten Kontinent keine Übernahme mit einem Wert von mehr als 10 Mrd. Dollar. Allerdings sehen die Experten von JP Morgan Anzeichen für eine Erholung. In den vergangenen Monaten hätten einige große Unternehmen Fusionsverhandlungen aufgenommen, so dass mit einem stärkeren vierten Quartal zu rechnen sei. Auch zahlreiche andere Investmentbanker erwarten einen deutlichen Anstieg des europäischen M&A-Marktes. Allerdings gehen die meisten davon aus, dass sich die Erholung ins kommende Jahr verschieben wird.

Besonders lebhaft zeigte sich in Europa im dritten Quartal der französische Markt. An drei der vier größten Übernahmen waren französische Firmen beteiligt. Allen voran France Télécoms vollständige Übernahme des Mobilfunkers Orange für knapp 8 Mrd. Dollar. Dazu kam das Angebot des Aluminumkonzerns Alcan für Péchiney und die Offerte von Foncière Lyonnaise für die Immobiliengesellschaft Sophia.

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