Expansion
US-Börsen bieten mehr Rohstoffprodukte an

Die beiden größten US-Terminbörsen in Chicago weiten ihre Rohstoff-Produktpalette aus. So denkt die Chicago Mercantile Exchange (CME) über den Einstieg ins Energiegeschäft nach, weil der Versuch einer Beteiligung an der weltgrößten Energiebörse Nymex scheiterte. Und das Chicago Board of Trade (CBOT) hat kürzlich den elektronischen Handel mit neuen Gold- und Silber-Derivate gestartet.

ret BOCA RATON. „Wir hatten großen Erfolg dabei“, sagte CBOT-Vorstandschef Bernard Dan auf der Jahrestagung der Futures Industry Association (FIA) in Boca Raton. Gleichwohl ist die Nymex noch immer eindeutig die führende Metallbörse in den USA.

Noch sieht die Nymex ihre führende Position nicht gefährdet. Doch das Management der Energiebörse beobachtet die Aktivitäten der Konkurrenz mit großer Aufmerksamkeit. So erwägt die Nymex jetzt unter anderem die Schaffung eines Stahl-Futures. Die Kreation eines solchen Kontraktes sei schwierig, aber nicht unmöglich, sagte Nymex-Sprecher Joseph Raia. Die größte Herausforderung bestehe darin, einen geeigneten Stahlpreis-Index zu finden, der das Marktgeschehen repräsentiere. Auch die London Metal Exchange (LME) hatte angekündigt, dass sei Stahl-Futures anbieten will.

Während im deutschen Börsenwesen das Potenzial eines breiten Instrumentariums für ein gezieltes Risikomanagement bei Rohstoffen offensichtlich weiter unterschätzt wird, entstehen in wesentlich kleineren und bislang nur wenig bedeutenden Finanzzentren wie Dubai und Mumbai immer mehr Rohstoffbörsen. Und auch in der stark von Rohstoffimporten abhängigen Volksrepublik China bieten die dortigen Terminbörsen der Wirtschaft die notwendigen Vehikel für die Steuerung von Rohstoffpreisrisiken. So hat die Shanghai Futures Exchange – eine von drei Terminbörsen im Reich der Mitte – jetzt die Einführung von Futures auf Flüssiggas angekündigt.

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