Experten sehen weiteres Potenzial für Nebenwerte: MDax: Bald bei 11 000 Punkten?

Experten sehen weiteres Potenzial für Nebenwerte
MDax: Bald bei 11 000 Punkten?

Als erster deutscher Börsenindex hat der MDax am Donnerstag die magische Marke von 10 000 Punkten geknackt.

HB FRANKFURT. Auslöser war ein Kurssprung von mehr als zwanzig Prozent beim Bezahlfernsehsender Premiere, nachdem dieser überraschend eine Kooperation mit dem Konkurrenten Arena mitgeteilt hatte.

Der MDax, der die fünfzig wichtigsten deutschen Aktien aus der zweiten Reihe beinhaltet, stieg kurz nach Handelsstart bis auf 10 028 Zähler. Aktienstrategen sehen das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht. „Ich könnte mir vorstellen, dass bis zum Jahresende die 11 000 Punkte drin sind“, sagt Frank Schallenberger von der Landesbank Baden-Württemberg. „Übernahmefantasien und Gewinndynamik werden die Kurse weiter antreiben.“

Die Erfolgsgeschichte des 1996 eingeführten Nebenwerteindex ist damit einmalig. Seit dem Börsencrash zur Jahrtausendwende, bei dem die Kurse ins Bodenlose purzelten und der Absturz erst Anfang 2003 zum Stillstand kam, hat er in einer Rally fast ohne jeden Rückschlag 7 000 Zähler zugelegt. Zum Vergleich: Der große Bruder Dax hat im selben Zeitraum "nur" 4 000 Punkte geschafft.

Ein wichtiger Vorteil des MDax im Vergleich zur ersten Börsenliga ist den Experten zufolge die höhere Branchenvielfalt. „Der Index profitiert von Trends, von denen kriegt der Dax gar nichts mit“, sagt Schallenberger. Fondsmanager Jürgen Hackenberg von Frankfurt Trust verweist etwa auf die starke Entwicklung von Immobilien- und Bauwerten. So haben in den vergangenen drei Monaten die Aktien von IVG Immobilien und des Baukonzerns Hochtief jeweils mehr als zwanzig Prozent zugelegt und gehörten damit zu den erfolgreichsten Titeln im MDax.

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