„Fast Market“
Börse ruft erneut Ausnahmezustand aus

Nach dem Einbruch an der Wall Street hat die Deutsche Börse für den Handel in Frankfurt in diesem Jahr erneut den sogenannten Fast-Market-Status ausgerufen. Die Ausnahmeregel für den Handel auf dem elektronischen Xetra-System tritt in besonders hektischen Marktphasen in Kraft. Für Anleger erhöht dies das Risiko.

FRANKFURT. Dies kommt in der Regel sehr selten vor und meist bei extremen Bedingungen wie etwa nach den Anschlägen des 11. September 2001. Im laufenden Jahr, das bereits einige turbulente Handelstage gesehen hat, griff die Börse jedoch bereits zum vierten Mal auf das Fast-Market-Instrument zurück.

In "Fast-Market"-Phasen werden unter anderem die zulässigen Spannen für die Volatilität von Aktien ausgeweitet, um voreilige Handelsaussetzungen zu vermeiden. Das heißt, dass die Börse angesichts des allgemein hektischen Umfeldes bei Einzelwerten höhere Schwankungen zulässt. Für Anleger erhöht dies das Risiko.

Gleiches gilt für so genannte Mistrades, die bei fehlerhafter Kursstellung beantragt werden könnten. Hier muss der Abstand zwischen dem gestellten Kurs und dem tatsächlichen nun höher sein als sonst, damit ein Mistrade beantragt werden kann. Weil die Regelung hauptsächlich von Banken in Anspruch genommen wird, bietet die Ausweitung der Spannen Anlegern eine zusätzliche Sicherheit, dass erfolgreiche Spekulationen auch Bestand haben.

Ralf Drescher
Ralf Drescher
Handelsblatt.com / Teamleiter Finanzen (bis 29.2.2012)
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