Fed entscheidet über US-Leitzins
Dax-Ausblick: 6 000 Punkte angepeilt

Die gute Stimmung am deutschen Aktienmarkt dürfte in der kommenden Woche anhalten. Der deutliche Rückgang beim Ölpreis, ein absehbares Ende im US-Zinserhöhungszyklus und Übernahmefantasien liefern nach Ansicht von Aktienstrategen die Argumente, um die Kauflaune der Anleger weiter anzufachen.

HB FRANKFURT. „Ich kann mir durchaus vorstellen, dass wir beim Dax wieder die 6 000 Punkte sehen werden“, sagt Aktienstratege Steffen Neumann von der Landesbank Rheinland-Pfalz. In der zu Ende gehenden Woche hat es der Leitindex mit einem Plus von 2,5 Prozent bis auf 5 940 Punkte geschafft. Händlern zufolge verstärkte vor allem der auf den niedrigsten Stand seit März gefallene Ölpreis die Risikobereitschaft der Anleger. Sollte der Preis für das „schwarze Gold“ jedoch wieder anziehen, könnten die Aktienmärkte ziemlich schnell ins Wanken geraten, warnt Neumann.

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Wichtigstes Ereignis in der kommenden Woche wird nach Einschätzung der Experten der Zinsentscheid der US-Notenbank (Fed) am Mittwoch. Volkswirte sagen mehrheitlich eine nochmalige Zinspause voraus, erhoffen sich aber vom Begleitkommentar Hinweise zur weiteren Geldpolitik. „Auf Grund der Datenlage müßte die Fed eigentlich klare Signale setzen, dass der Zinserhöhungszyklus beendet ist“, sagt Aktienstratege Hans-Jörg Naumer von der Fondsgesellschaft Dit. Die Währungshüter hatten im August erstmals eine Pause im inzwischen zweijährigen Zinserhöhungszyklus eingelegt und weitere Schritte von den einlaufenden Daten abhängig gemacht. Seitdem rätseln Experten über den weiteren Kurs. Einen wichtigen Hinweis im Vorfeld des Zinsentscheids könnten noch die US-Erzeugerpreisdaten am Dienstag liefern.

Für Deutschland wird am Dienstag der Index des Mannheimer Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) Aufschluss darüber geben, wie Finanzmarktexperten die voraussichtliche Konjunkturentwicklung einschätzen. Im Juli war der Index überraschend ins Minus gedreht. Die Prognosen für August gehen von einer nochmaligen Verschlechterung aus.

Von Unternehmensseite her dürfte es vor allem um MAN spannend bleiben. Der Münchener Nutzfahrzeug-Konzern will den schwedischen Konkurrenten Scania übernehmen und wird womöglich bereits am Montag eine offizielle Offerte vorlegen. Im Rahmen der Autoausstellung IAA Nutzfahrzeuge stehen ab Dienstag Pressekonferenzen unter anderen von Opel und DaimlerChrysler an. Der Stuttgarter Autobauer hat am Freitag mit einer Gewinnwarnung die Märkte geschockt.

Von der Jahrespressekonferenz der Bayer -Agrochemiesparte am Dienstag erhoffen sich Investoren Aussagen zur Wachstumsstrategie. „Bayer CropScience war der Wermutstropfen bei den Quartalszahlen von Bayer, insofern wird es sehr interessant, was sie zum Ausblick und zur Restrukturierung zu sagen haben“, erläutert Aktienstratege Frank Schallenberger von der LBBW. Am Donnerstag lädt die Commerzbank zum Investorentag ein.

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