Fed verbietet Auszahlungspläne
Europäische Bankenaktien unter Druck

Großbanken wie HSBC, RBS oder Santander wollen ihre Anteilseigner stärker am Gewinn beteiligen. Doch die US-Notenbank spielt da nicht mit. Die Fed lehnt die Auszahlungspläne ab – zum Ärger der Aktionäre.
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FrankfurtEuropäische Bankentitel sind am Donnerstag zeitweise unter Druck geraten. Händler erklärten die Kursverluste mit einer Entscheidung der US-Notenbank Fed, die den Auszahlungsplänen einiger Institute einen Strich durch die Rechnung macht.

Viele Banken wollen ihre Aktionäre mehr als fünf Jahre nach Ausbruch der globalen Finanzkrise wieder stärker an den Gewinnen beteiligen oder eigene Aktien zurückkaufen – die US-Notenbank Fed sieht das allerdings kritisch. Sie kassierte die Auszahlungspläne der Citigroup und von US-Sparten der europäischen Häuser HSBC, RBS und Santander.

Damit müssen sich die Geldhäuser im Buhlen um die Gunst der Anleger zurückhalten und mehr Geld für eigene Zwecke einbehalten. Der europäische Bankenindex verlor am Donnerstag bis zu 0,6 Prozent, die Papiere von RBS gaben 1,2 Prozent nach, HSBC büßten 0,5 Prozent ein.

Härter traf es die Citigroup. Deren Aktien hatten an der Wall Street im nachbörslichen Handel 4,5 Prozent nachgegeben. Es ist das zweite Mal binnen drei Jahren, dass die Fed dem Kapitalplan der Citigroup die Zustimmung verweigert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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