Fehlkauf
Buffett liegt mit General Motors ziemlich daneben

Der US-Milliardär Warren Buffett ist bekannt für seinen guten Riecher. Doch diesmal langte er ziemlich daneben. Er kaufte ein großes Aktienpaket von General Motors - kurz danach gab der Kurs deutlich nach.
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Buffett hat sich einen Ruf damit aufgebaut, dass er in unterbewertete Aktien investiert. Dank dieser Strategie ist er zu einer der reichsten Männer der Welt geworden. Doch vor Fehlentscheidungen schützt das ihn und seine Holding Berkshire Hathaway nicht.

Anfang Februar kaufte Berkshire 8,47 Millionen Aktien des Autobauer General Motors. Der Durchschnittspreis lag bei 24,35 Dollar. Mitte des Monats erstand Buffett weitere 1,53 Millionen GM-Aktien für durchschnittlich 25,46 Dollar, wie Daten der National Association of Insurance Commissioners (NAIC) hervorgeht.

Am Freitag schloss die Aktie bei 20,31 Dollar, deutlich unter dem Einkaufspreis. Berkshire hatte zwar schon im Mai bekannt gegeben, dass die GM-Beteiligung aufgebaut wurde, der Preis und der Zeitraum wurden jedoch nicht genannt. Insgesamt ist durch diese Investments bis heute ein Verlust von 40 Millionen Dollar entstanden - sofern die Aktien nicht in der Zwischenzeit verkauft wurden.

Experten rechnen nicht damit, dass Buffett nun verkaufen wird. Im Gegenteil. "Wenn überhaupt, würde ich darauf wetten, dass sie weiter einkaufen, wenn sie Vertrauen in ihr Investment haben”, sagt Tom Lewandowski, Analyst bei Edward Jones.

“Es ist wahrscheinlich der Vorteil des Berkshire-Modells, dass sie sich nicht auf” kurzfristige Ergebnisse konzentrieren müssen, sagt Meyer Shields, ein Analyst von Stifel Nicolaus. “Die langfristige Bilanz bei Aktien ist recht gut. Wenn man also in der Position ist, deutlich mehr an Markt-Fluktuation als so ziemlich jeder andere Investor aushalten zu können, dann dürfte man dazu in der Lage sein, zu profitieren.”

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  • Ja, danke dir. Die sind zu gierig und zu kurzfristig veranlagt gewesen. Ich unterstelle denen sogar, dass ihre Strategie trotzdem aufgegangen ist, weil es denen nicht um den Vermögensaufbau der Kundengelder gegangen ist, sondern nur darum, Renditen einzustreichen, was sich durch ständige Umveranlagung bestens realisieren lässt. Und sollten einige pleite gegangen sein, sitzen die Händler nun mit den Kundengelder glücklich zuhause, während die Kunden die Verluste zu tragen haben.

  • @Kea

    "Während der Aufschwungphase der letzten Jahrzehnte, mit ihren kurzen Zwischentiefs, ist es keine große Kunst, richtig zu liegen. Wichtig dabei ist es, das nötige Kleingeld und Durchhaltevermögen mitzubringen."

    Da stellt sich dann die Frage - warum konnte fast keiner der Besserwisser und Besserkönner überhaupt eine positive Rendite erwirtschaften?
    Warum schlägt fast kein Fonds den Index?

    Ich kann Ihnen nur ganz herzlich die Lektüre des jährlichen Briefes von Warren Buffet an seine Aktionäre mit Leistungsreports im Vergleich zu den Indices (welchen gemäß Ihrer Logik nahezu identisch sein müssten).
    http://www.berkshirehathaway.com/letters/letters.html

    Viel Spaß - anders als die meisten Reports von Investmentfirmen sind diese in der Tat erheiternd und interessant zu lesen.

  • Ich dachte gerade ich bin beim Börsenspiel gelandet. Wo regelmäßig der Spieler mit der höchsten wöchentlichen Entwicklung gekürt wird!

    Auffälig wie die Medien und (Online)Broker das kurzfristige Börsendenken fördern!

    Langfristige Investoren das bringt Erfolg (siehe Warren Buffett) und nutzt den Aktiengesellschaften

    Beim kurzfristigen Handeln verdienen nur die Börsen, Broker und die Medien (hoch Informationsbedürfig)

    Daher hat der Artikel einen relativen niedrigen Informationsgehalt, warum nicht die Berkshire Beteiligungen auf Tagesbasis auswerten? Lächerlich!

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