Fidelity Investments ist Anteilseigner an der deutschen Börse
Fidelity lehnt LSE-Kaufplan der Deutschen Börse ab

Die weltweit größte bankenunabhängige Fondsgesellschaft Fidelity Investments unterstützt die Pläne der Deutschen Börse zum Kauf der Londoner Börse (LSE) nicht. Damit wächst die Gruppe der Anteilseigner der Deutschen Börse, die das Fusionsprojekt ablehnt.

HB LONDON. „Fidelity Investments möchte klarstellen, dass sie in ihrer Funktion als Anteilseigner der Deutschen Börse das vorgeschlagene Angebot für die London Stock Exchange nicht unterstützt“, teilte Fidelity am Donnerstag mit. Fidelity hält 4,5 Prozent der Anteile an der Börse, die zuletzt ein nicht bindendes Gebot über knapp 2 Milliarden Euro für die LSE vorgelegt hat. Dabei stößt sie auf wachsenden Widerstand aus dem eigenen Aktionärskreis. Einige Anleger halten die Offerte für überhöht. Neben der Deutschen Börse ist auch die Vierländerbörse Euronext an der LSE interessiert. Der Börsenkonzern, zu dem die Handelsplätze Amsterdam, Brüssel, Lissabon und Paris gehören, hat noch keine Preisvorstellung genannt.

Kritik an den Übernahmeplänen der Deutschen Börse kam bislang vor allem von Hedge Fonds. Diese fordern einen Verzicht auf die Akquisition und eine Ausschüttung der für die Übernahme angehäuften Barreserven der Börse an die Aktionäre. Bis Jahresende werden sich die liquiden Mittel der Gesellschaft nach deren Angaben auf rund 1 Milliarde Euro belaufen. Die Kritiker um die Hedge Fonds TCI und Atticus, die gemeinsam mehr als 12 Prozent an der Börse halten, wollen auf einer Hauptversammlung den Aufsichtsrat und den Vorstand ablösen. Für einen solchen Beschluss würden die Fonds lediglich die einfache Mehrheit der anwesenden Stimmen benötigen. Zuletzt betrug die Anwesenheitsquote bei einer Hauptversammlung der Börse rund 35 Prozent.

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