Finanzielles Risiko
S&P bestätigt Deka-Bonitätsnote trotz Fonds-Krise

Die Rating-Agentur Standard & Poor's (S&P) hat ihre Bonitätsnote für die Deka Bank bekräftigt, obwohl der Fondsdienstleister der Sparkassen bei seinem offenen Immobilienfonds mit starken Mittelabflüssen kämpft.

HB LONDON. Bereits am Mittwoch hatte die Agentur Fitch ihre Ratings bestätigt. Die langfristigen Verbindlichkeiten der Deka Bank würden weiter mit „AA“ - der drittbesten Note der 20-stufigen S&P-Skala - bewertet, teilte S&P am Freitag mit. Am Mittwoch hatte die Deka Bank nach einer Krisensitzung des Verwaltungsrates zugesichert, sämtliche rückfließenden Anlegergelder aus dem auf Deutschland ausgerichteten Fonds selber zurückzukaufen und in die eigenen Bücher zu nehmen. Davon sei das Rating der Deka nicht beeinflusst, hieß es in einer S&P-Studie.

Allerdings könnten die Maßnahmen der Deka Bank, mit denen das Institut das verloren gegangenes Vertrauen wiederherstellen und den Fonds stabilisieren will, ein bedeutendes finanzielles Risiko darstellen, weil das Engagement als Investor im Immobilienbereich ausgeweitet werde, sagte S&P-Analyst Stefan Best. „Zudem kann auch nicht ausgeschlossen werden, dass Kunden Anteile anderer Fonds zurückgeben.“ Beides könnte negative Auswirkungen auf ein anderes wichtiges Rating der Deka Bank haben: das „A“-Rating ohne staatliche Haftungsgarantien. Dieses ist für die Zukunft entscheidend, da Mitte 2005 die Staatsgarantien entfallen.

Der betroffene Deka-Immobilienfonds, der noch 5,6 Milliarden Euro umfasst, hat seit Jahresbeginn rund 1,5 Milliarden Euro an Anlegergeldern verloren. Durch den Rückkauf der Fonds-Anteile sieht Deka-Chef Axel Weber sein Institut aber nicht gefährdet. „Im Durchschnitt schlagen die Rückflüsse pro Milliarde zurückgenommener Anteile im Ergebnis mit drei Millionen zu Buche. Selbst im schlimmsten Fall wird die Deka also nur mit einem niedrigen zweistelligen Millionenbetrag durch die Rückflüsse belastet“, hatte er zuletzt gesagt.

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