Finanzmärkte
Nach dem Crash ist vor dem Crash

Die Finanzkrise ist noch lange nicht überstanden. Die Fehler im System sind nicht behoben. Den Banken drohen weitere Probleme. Die Währungshüter stehen vor großen Herausforderungen. Anleger sollten auf der Hut sein. Eine Umfrage unter Finanzprofessoren.
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Handelsblatt: Der Zusammenbruch des Finanzsystems ist ausgeblieben. Die Banken verdienen wieder ganz ordentlich. Ist die Krise vorbei?

Martin Faust, Frankfurt School of Finance: Die Krise ist noch nicht vorbei. Erst mit einiger zeitlicher Verzögerung führt die Rezession zu steigenden Arbeitslosenzahlen und zunehmenden Firmeninsolvenzen. Hieraus werden sich für die Banken in den nächsten Quartalen hohe Belastungen ergeben. Darüber hinaus drohen Gefahren aus dem gewerblichen Immobilienmarkt in den USA und Krediten für Private-Equity-Investoren.

Hans-Peter Burghof, Uni Hohenheim: Nein. Während einige Banken von der Krise wenig betroffen sind, werden andere Institute noch lange an den Krisenlasten zu tragen haben. Und einige der Mittel gegen die Krise haben langfristige Nebenwirkungen.

Andreas Oehler, Uni Bamberg: Dies lässt sich leider nur schwer einschätzen, weil die Akteure - Politik und Finanzmarktteilnehmer - kaum berechenbar erscheinen; man wünscht sich die Besserung, bis sie vorübergehend eintritt.

Rüdiger von Nitzsch, RWTH Aachen: Die Krise ist strukturell noch nicht überwunden. Man ist sich zwar einig, dass das Schlimmste überstanden ist, aber es liegen immer noch einige Leichen im Keller.

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