Finanzmärkte
Ratingagentur Fitch sieht keine zu hohen Aktienkurse

Die Furcht vor einer Bildung von Blasen an den Finanzmärkten hält ein führender Volkswirt der Ratingagentur Fitch für verfrüht und übertrieben. Auch die Inflation werde durch die umfangreichen Rettungspakete der Staaten nicht automatisch anwachsen, sagte David Riley in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul.
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Bloomberg HONGKONG. Derzeit setzen die extrem niedrigen Leitzinsen in den USA, in Großbritannien und Japan den Wert des US-Dollars erheblich unter Druck und blähen die Aktienkurse in vielen Fällen künstlich auf, hatte kürzlich der US-Wirtschaftsprofessor Nouriel Roubini erklärt. "Einige der Sorgen über eine zu hohe Bewertung von Aktien und anderen Anlageformen sind übertrieben", sagte Riley. Die steigenden Preise seien ein beabsichtigter Teil der Erholung - nur wenn die Entwicklung der Kontrolle entgleite, sei eine erhöhte Sorge über künftige Blasen gerechtfertigt. Derzeit sei es aber dafür zu früh, sagte er.

Der breite US-Aktienindex S&P 500 ist in diesem Jahr um 21 Prozent gestiegen - begünstigt durch die niedrigen Leitzinsen und eine besonders großzügige Liquiditätsversorgung durch die US-Notenbank Fed.

Vor kurzem hatte der Weltwährungsfonds IWF den Regierungen rund um den Globus empfohlen, ihre Stimulierungsmaßnahmen eher länger beizubehalten als zu früh zurückzunehmen. Zur Begründung hieß es, die Inflation werde niedrig bleiben und das Wachstum der Wirtschaft rund um den Globus eher zögerlich ausfallen.

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