Firmen hoffen auf mehr Anleger
Hintergrund: Wenn aus Vorzugsaktien Stämme werden

Die Umwandlung von Vorzugsaktien in Stammaktien steht derzeit bei Unternehmen wie Fresenius Medical Care, Rheinmetall und Rhön-Klinikum weit oben auf der Agenda. Damit sollen die Liquidität der Papiere erhöht und ihre Attraktivität verbessert werden.

HB FRANKFURT. Außerdem steigt das Gewicht dieser Aktien in den jeweiligen Indizes wie dem Dax, dem MDax oder dem TecDax.

Wer Stammaktien hält, hat ein Stimmrecht bei Hauptversammlungen und darf bei Firmenbeschlüssen mitreden. Ein Aktionär mit Vorzugspapieren verzichtet dagegen auf ein solches Mitspracherecht, erhält dafür aber eine höhere Dividende. Werden Vorzugsaktien in Stämme umgewandelt, gewinnen die neuen Stammaktionäre an Einfluss.

Zugleich erhöht eine solche Umwandlung den Marktwert des Unternehmens. Kennziffer dafür ist die Marktkapitalisierung nach Streubesitz, die bei den regelmäßigen Index-Überprüfungen ein wichtiges Kriterium für die Gewichtung der Aktie ist.

Die Marktkapitalisierung berechnet sich aus der Zahl der börsennotierten Aktien und dem aktuellen Kurs der Papiere. Dabei berücksichtigt die Deutsche Börse nur eine Aktiengattung: entweder Stamm- oder Vorzugsaktien.

Steigt die Zahl der Stammaktien, erhöht sich also auch die Marktkapitalisierung - und damit das Gewicht des Titels im Index.

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