Flaute auf dem Börsenparkett
298 Unternehmen sagten ihre Börsengänge ab

Die weltweit grassierende Finanzmarktkrise hat nicht nur der Deutschen Bahn den Börsengang verhagelt: Die Rekordzahl von 298 Unternehmen weltweit hat in diesem Jahr geplante Börsengänge abgesagt oder verschoben, wie die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young am Dienstag in Stuttgart berichtete.

ap STUTTGART. 2008 haben weltweit nur noch 745 Unternehmen den Gang auf das Börsenparkett gewagt. Das entspricht einem Rückgang von 58 Prozent gegenüber dem Vorjahr, als 1.790 Unternehmen ihr sogenanntes Initial Public Offering (IPO) starteten. Vor allem im noch laufenden vierten Quartal 2008 sei der Markt fast zum Erliegen gekommen, berichtete Ernst & Young.

Wichtigste Säule seien zudem nicht mehr die Industrienationen sondern Schwellenländer. 62 Prozent aller weltweiten Börsengänge sowie 8 der 10 größten Börsengänge fanden demnach in Schwellenländern statt. "Die meisten IPOs waren in China zu verzeichnen, wo 126 Unternehmen erstmals gelistet wurden." Darauf folge Polen mit 67 IPOs vor Australien mit 65. In den USA fanden nur 34 und in Deutschland sogar nur 5 Börsengänge statt.

Ernst & Young-Partner Heinrich Lind betonte, der Markt sei weltweit "fast zum Stillstand" gekommen. "Zur Finanzkrise, die schon in der ersten Jahreshälfte für schwächere Aktivitäten sorgte, kommt nun die Wirtschaftskrise, die alle Märkte weltweit mit großer Wucht trifft." Erst wenn wieder Klarheit über die weitere konjunkturelle Entwicklung herrsche, würden auch wieder mehr Unternehmen an die Börse gehen.

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