Fondsgesellschaft
Blackrock erwartet EZB-Zinssenkung

Die US-Fondsgesellschaft Blackrock erwartet, dass die EZB ihre Leitzinsen senkt, um die Euro-Krise zu bekämpfen. Außerdem rechnet sie mit Hilfen für den Mittelstand, der derzeit nur schwer an Kredite kommt.
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FrankfurtDie US-Fondsgesellschaft Blackrock geht davon aus, dass die Europäische Zentralbank (EZB) die Leitzinsen senken wird. Die Notenbank würde damit signalisieren, dass sie "den Ernst der Lage erkannt habe“, sagte Michael Krautzberger, Leiter des Teams für europäische Anleihen bei Blackrock, in einem Interview mit dem Handelsblatt (Dienstagausgabe).

Krautzberger geht davon aus, dass nach einer Zinssenkung noch weitere Maßnahmen folgen werden. Denn in der Euro-Krise gebe es zwar Fortschritte, aber eben nicht an allen Fronten. Besonders hake es bei der Kreditvergabe an kleine und mittelständische Unternehmen, sagt Krautzberger. Dies sei „gewissermaßen unfair“.

Die EZB könnte nach Ansicht des Fondsmanagers dabei nach dem britischen Vorbild den Banken, die Mittelständlern Kredit geben, sehr günstig und umfassend Geld leihen. „Denkbar ist auch, dass die Förderbanken, wie zum Beispiel die Europäische Investitionsbank (EIB), stärker unterstützt werden“. Die EIB habe ja schon jetzt Budgets für die Mittelstandsfinanzierung, könne sie aber gar nicht ganz ausschöpfen, weil die Kreditanalyse der Unternehmen extrem aufwendig sei.

Kommentare zu " Fondsgesellschaft: Blackrock erwartet EZB-Zinssenkung"

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  • Das europ. Zinsgefälle sieht so doch so aus: Banken erhalten unbegrenzte Mittel zu 1.0% oder darunter. Die Großindustrie, ob unverschuldet oder nicht, versorgt sich am Kapitalmarkt mit Bonds von 2%-3,5%. Mittelständler zahlen schon 4,5%-7% und Kleinunternehmen und Privatleute sind ab 9,5% dabei, wobei schon so mancher Kontokorrentkredit von Sparkassen mit 17,5% abgerechnet wird. Sollte das so weiterlaufen, leiten die Großunternehmen Ihre durch zinsgünstige Kredite erwirtschafteten Erlöse offshore und investieren nicht mehr in Europa. Dadurch steigt die Arbeitslosigkeit weiter. Letztendlich werden die hochverzinsten Kredite von kleinen Unternehmen und von Privatleuten nicht mehr zurückgezahlt, wie wir das nun schon in Spanien sehen (12,2% aller Kredite werden dort nicht mehr bedient). Übrig bleiben bis zum Anschlag vollgesogene Blackrocks und offshore Konten von Siemens bis Daimler und auf der anderen Seite der Strasse hochverschuldete Staaten und Kommunen bzw. durch Steuererhöhungen enteignete Einzelindividuen. Übrig bleiben pseudo-demokratische Staatengebilde mit horrenden Besitz- und Eigentumsverteilungen ( 1% der Bürger gehört dann 95% des Privatvermögens). Und der kleine dumme Michel schaut zu.

  • Ich finde. die EZB sollte für Finanzmarkt-Spekulanten und Banken die Zinsen auf Minus 0,25% setzen, denn nach der herrschenden Zinslogik, man senkt die Leitzinsen der Zentralbank, dann fließen superleicht Massen voin Krediten an die Realwirtschaft - kriegen wir ein 2. Wirtschaftswunder!

    Also auf, wer einen Kredit nimmt kriegt von der Zentralbank noch ne Prämie ... und wir kriegen noch mehr von diesen tollen Invest-Blasen wie in Spanien und Niederlande - und alle Bürger werden glücklich, bekommen viele Arbeitsplätze in der Realwirtschaft, Arbeit lohnt sich wieder ... oder etwa nicht?

  • Ich bin ja nur ein Laie, aber eine Frage hätte ich da dann och: Wieso sollte ein Zinsschritt von jetzt 0,25% zu einer Verbesserung des Europroblems, insbesondere der Kreditvergabe an klein- und mittelständische Unternehmen führen, wenn schon die bisherige Absenkung von 4,25% (in 2008) auf momentan 0,75% keinen Erfolg mit sich brachte? Könnte es vielleicht sein, dass die entsprechenden Forderungen (u. a. jetzt von Blackrock) nicht doch etwas damit zu tun haben, dass sich die Börsenspekulanten und die Banken dadurch versprechen, die eigenen Taschen noch voller zu machen? Von der kalten Enteignug der Sparer durch das abnormal niedrige Zinsniveau will ich gar nicht sprechen.

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