Fondsmanager schätzen asiatische Dividendentitel als günstig bewertet ein
Pictet spielt an den Aktienmärkten in Fernost die Index-Karte

Nach der SARS-Epidemie sind viele Investoren an die asiatischen Aktienmärkte zurückgekehrt und haben zuletzt für teils massive Kurserholungen gesorgt. Die Mehrzahl der Fondsmanager stuft asiatische Aktien immer noch als unterbewertet ein.

HB/vwd FRANKFURT/M. Nach der SARS-Epidemie sind viele Investoren an die asiatischen Aktienmärkte zurückgekehrt und haben zuletzt für teils massive Kurserholungen gesorgt. Und das Ende der Fahnenstange scheint an den Börsen der mit einem Wirtschaftswachstum um 5 % glänzenden Region noch nicht erreicht. Schließlich stuft die Mehrzahl der Fondsmanager asiatische Aktien immer noch als unterbewertet ein.

Auch Hugh Young von Aberdeen Asset Management Asia in Singapur ist für die asiatischen Börsen optimistisch und hält auf Sicht von einem Jahr Kurszuwächse von 25 % für realistisch. Verhaltener fällt dagegen der Ausblick von Stéphane Cornet von Pictet Asset Management in Genf aus. Nach dem „überwältigenden“ zweiten Quartal könnte es zu einer leichten Konsolidierung kommen, meint er. Obwohl die Management-Ansätze der von Cornet und Young betreuten Asien-Pazifik-Aktienfonds recht unterschiedlich sind, gehören beide zu den erfolgreichsten Produkten dieser Kategorie. Beim passiv gemanagten Pictet Funds - Pacific (Ex Japan) Index P spielen Meinungen zu Branchen und Einzelwerten keine Rolle, unterstreicht Cornet. Vielmehr versucht er mit diesem Produkt ein Portfolio aufzubauen, das einer vollständigen Nachbildung des Index MSCI Pacific ex Japan (Standard) sehr nahe kommt.

In den zwölf Monaten bis Ende Juni erwirtschaftete der Pictet Funds - Pacific (Ex Japan) Index P einen Wertverlust von 8,37 %. In der Hitliste der 94 auf die Region Asien/Pazifik (ohne Japan) spezialisierten Aktienfonds bedeutet dies für den Fonds der schweizerischen Gesellschaft Pictet Funds Platz sechs (Tabelle). Mit einem Abschlag von 8,72 % belegt der von Young gesteuerte Aberdeen Global Asia Pacific Fund A2 Rang sieben.

Youngs Rezept: Im Rahmen seines aktiven Einzeltitel orientierten Ansatzes will er in der Region einschließlich der Schwellenländer wie Malaysia, Südkorea oder Thailand „Qualität zum richtigen Preis“ kaufen. Dabei achte er besonders auf die Bilanzstärke eines Unternehmens. „Wenn wir eine Firma aus Qualitäts- oder Bewertungsgründen nicht mögen, dann kaufen wir sie auch nicht, selbst wenn sie hoch im Index gewichtet ist“, betont er. Beispielsweise verzichte er mit News Corporation auf ein Schwergewicht der Regionen-Messlatten. Der Fonds aus dem Hause Pictet dagegen ist in den Aktien des australischen Medienriesen gemäß der Index-Vorgabe mit knapp 5,3 % der Mittel vertreten.

Nach Angaben Cornets von Pictet hat Australien im Referenzindex und im Portfolio einen Anteil von gut 65 %. Young setzt derzeit lediglich mit 8 % des Fondsvermögens auf Australien. An der Börse Sydney seien zwar zahlreiche Unternehmen mit hoher Qualität notiert, räumt er ein. Allerdings stuft er den australischen Markt mit einem KGV von 17 insgesamt als recht teuer ein. In Singapur dagegen hat er fast 14 % der Gelder investiert, damit drei Prozentpunkte mehr als der Indexfonds von Pictet. Der Aberdeen-Mann hat mit 19 % der Mittel das meiste Geld in Südkorea.

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