„Frankfurt Main Finance“
Neuer Verein will Finanzplatz Frankfurt stärken

Mit einer neuen Marketingorganisation wollen in Frankfurt die Stadt, das Land Hessen und Banken den Finanzplatz gegenüber der internationalen Konkurrenz stärken.

HB FRANKFURT. Ministerpräsident Roland Koch (CDU), Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU) und Bankvorstände stellten den Verein "Frankfurt Main Finance" am Montag vor. Roth begründete die örtliche Initiative mit fehlender Unterstützung des Bundes. Der Verein soll zunächst die Märkte in Osteuropa in den Blick nehmen.

Unterstützt wird das Projekt von Stadt und Land, neun Banken und die Börse. Jedes der zwölf Mitglieder finanziert den Verein in den nächsten drei Jahren mit 75 000 Euro je Jahr. Der Verein will bestehende Aktivitäten bündeln, um sich gegenüber Konkurrenten wie London und Paris besser zu positionieren. Zudem soll ein Index entwickelt werden, der die Entwicklung des Finanzplatzes erfasst.

Für den Finanzplatz Frankfurt spreche, dass er sich in der Kreditkrise anders als das amerikanische System im Großen und Ganzen bewährt habe, sagte der Präsident von "Frankfurt Main Finance", Lutz Raettig. Der Wachstumsmarkt Osteuropa liege vor der Haustür.

Koch sagte, nach schwierigen Erfahrungen vergangener Jahre müsse sich zeigen, ob sich alle Akteure hinter einer Marke versammeln könnten. Inzwischen sei aber akzeptiert, dass Frankfurt der Finanzstandort Deutschlands sei. Roth sagte, die Bundesrepublik habe aus föderaler Rücksichtnahme nicht für Frankfurt gehandelt. "Und jetzt sagen wir, wir machen es für uns, wir brauchen die Bundesrepublik nicht", erklärte Roth.

Nach Angaben des Vereins arbeiten in Frankfurt 100 000 Menschen in der Finanzbranche. Neben den mehr als 200 Banken sitzen hier 3300 Unternehmensberatungen und fast 10 000 Steuer- und Anwaltskanzleien.

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