Fünf-Tage-Prognose
Ausblick: US-Börsen nicht zu bremsen

Der Höhenflug an den US-Börsen geht weiter. Experten zufolge dürften anhaltend gute Geschäftszahlen und freundliche Zinssignale von der Fed die New-Yorker Aktienmärkte in Euphorie versetzne und dem Dow-Jones-Index neue Rekordstände bescheren.

HB NEW YORK. Von der US-Notenbank wurden keine negativen Nachrichten erwartet: Analysten rechneten damit, dass die Fed bei ihrer Sitzung am Dienstag und Mittwoch die Zinsen unverändert lassen dürfte.

Zu den Unternehmen, die in dieser Woche ihre Quartalszahlen vorlegen wollen, gehören die Börsenschwergewichte American Express, AT&T, Ford, Texas Instruments, Kraft Foods sowie Exxon Mobil. Vorsicht ist nach Expertenansicht bei großen Kursabschlägen geboten, wie vergangene Woche bei der Aktie des Baumaschinenherstellers Caterpillar. Ein geringer als erwartet ausgefallener Gewinn sowie ein zurückhaltender Geschäftsausblick hatte die Aktie einbrechen und den Dow-Jones-Index mit Verlusten die Handelswoche beenden lassen.

Der Dow schloss am Freitag um 0,08 Prozent niedriger bei 12 002 Punkten, was einem Wochenplus von 0,35 Prozent entsprach. Der breiter gefasste S&P-500-Index notierte mit 1368 Zählern auf Wochensicht mit 0,22 Prozent im Plus. Dagegen verlor der Index der Technologiebörse Nasdaq im Wochenvergleich 0,64 Prozent auf 2342 Punkten.

Expertenschätzungen zufolge dürften die Unternehmen des S&P-Index für das dritte Quartal ein Gewinnplus von nahezu 15 Prozent ausweisen. Dies wäre das 17. Mal in Folge, dass die Kennziffer im prozentual zweistelligen Bereich läge. „So lange wir die Kombination solider Bilanzen, einer marktfreundlichen Fed und keine geopolitischen Erschütterungen haben, dürften die Aktienmärkte weiter zulegen“, sagt der Präsident der Princeton Financial Group, Andre Bakhos. Auch Brett Gallagher von Julius Baer in New York teilt die Ansicht: Die fundamentalen Gewinnzahlen der Unternehmen dürften positiv genug ausfallen, um die Aktienkurse weiter leicht steigen zu lassen.

Unterstützt wird die jüngste Rally durch die gesunkenen Erdölpreise und die Entscheidung der Fed, die Zinsen nach den beiden jüngsten Sitzungen nicht weiter zu erhöhen. Rückschläge könnten Gallagher zufolge allerdings technische Reaktionen des Marktes bringen. Einige Marktteilnehmer seien der Ansicht, das die Aktien jüngst etwas zu teuer geworden seien. Das Überspringen der psychologisch wichtigen 12 000-er Marke beim Dow könnte zudem Anleger zu Gewinnmitnahmen bewegen.

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