Furcht vor sinkenden Preisen
Anleger stoßen Stahlaktien ab

Ein mögliches Ende des Stahlbooms angesichts einer nachlassenden Nachfrage aus China hat am Mittwoch Investoren europaweit zum Verkauf von Aktien der Stahlhersteller veranlasst. Auch in Asien gaben die Titel der Stahlproduzenten auf breiter Front nach.

HB FRANKFURT/M. Börsianer verwiesen auf Aussagen des US-Konzerns Steel Dynamics, der vor einem Rückgang der Stahlpreise im vierten Quartal gewarnt hatte.

Am Frankfurter Aktienmarkt führten die Aktien von Thyssen-Krupp mit einem Abschlag von 2,9 Prozent zunächst die Verliererliste im Deutschen Aktienindex (Dax) an.

Die im MDax notierten Papiere von Salzgitter rutschten sogar bis zu 7,3 Prozent ab. „Es gibt Befürchtungen, der Stahlpreis könnte nach der Hausse der vergangenen Monaten wieder fallen“, sagte ein Händler. Die Heftigkeit des Kurseinbruchs bei Salzgitter erklärten Händler auch mit der zuletzt starken Entwicklung der Aktie, die nun zu deutlichen Gewinnmitnahmen führte.

Die Analysten von Credit Suisse First Boston (CSFB) sehen einer Studie zufolge Anzeichen für ein Nachlassen der Stahlnachfrage in China. Der Boom der chinesischen Wirtschaft hatte die Stahlpreise zuletzt massiv steigen lassen.

Die Aktien von Stahlherstellern in Asien hatten bereits deutlich Federn gelassen. In Europa büßten die Titel von Arcelor und Corus bis zu drei Prozent an Wert ein.

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