Fusion mit NYSE
Deutsche Börse kaum zu stoppen

Die US-Optionshandelshaus CME rechnet sich wenig Chancen aus, die Übernahme der New York Stock Exchange durch die Deutsche Börse zu verhindern. Das sagte CME-Vorstand Duffy in einem Fernsehinterview.
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ChicagoDie US-Optionsbörse CME Group hält es für schwierig, die Fusionspläne von Deutscher Börse und New Yorker Nyse Euronext zu durchkreuzen.

Wegen der hohen Konventionalstrafe bei der transatlantischen Transaktion sei es für CME oder auch andere Börsenbetreiber hart, ein Gegenangebot vorzulegen, sagte CME-Verwaltungsratspräsident Terrence Duffy am Dienstag zu CNBC.

Auf die Frage nach einem möglichen Interesse an dem Derivate-Geschäft der Nyse in Großbritannien sagte er, dass er es sich gerne anschauen würde, sollte es zum Verkauf stehen. Die Deutsche Börse und die Nyse wollen sich zum weltgrößten Handelsplatz für Aktien und Derivate mit einem Marktwert von rund 19 Milliarden Euro zusammenschließen. In Kreisen hatte es in der vergangenen Woche geheißen, der US-Marktbetreiber Nasdaq OMX wolle ein Gegengebot für die Nyse Euronext vorlegen. In der Branche werden die Karten derzeit neu gemischt. Experten schließen nicht aus, dass es in einigen Jahren weltweit nur noch zwei oder drei große Spieler gibt.

Die CME Group ist eine der weltgrößten Optionsbörsen mit Sitz in Chicago, die 2007 ihre heimischen Wettbewerber Chicago Board of Trade (CBOT) und Chicago Mercantile Exchange (CME) übernahm. Duffy hatt kürzlich gesagt, dass die CME die nötige Stärke habe, um eigenständig bestehen zu können.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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