Fusionspoker
Bevorstehende Übernahme treibt Aktie der Madrider Börse

Die Deutsche Börse soll sich für die Übernahme der Madrider Börse (BME) interessieren. Spekulationen über ein bevorstehendes Angebot haben die Aktie der BME am Dienstag kräftig beflügelt.

HB MADRID/FRANKFURT. Das Papier der Bolsas y Mercados Espanoles, der Betreiberin der Börse Madrid, kletterte um mehr als sieben Prozent auf 29,92 Euro.

Händler verwiesen auf Gerüchte, die Deutsche Börse könnte nach dem Rückzug ihres Angebots für die Mehrländerbörse Euronext nun die Spanier übernehmen wollen. Mehrere Börsianern nannten als möglichen Angebotspreis 33 Euro je Aktie. Die Titel der Deutschen Börse verteuerten sich bis zum Nachmittag um knapp drei Prozent.

Ein Sprecher des Frankfurter Marktbetreibers wollte die Gerüchte nicht kommentieren. Im Umfeld der Börse wurden die Spekulationen aber herunter gespielt. Ähnliche Gerüchte habe es bereits vor einigen Wochen gegeben, hieß es.

Die Deutsche Börse muss sich, wenn sie im Fusionspoker der internationalen Handelsplätze nicht alleine dastehen will, nach dem Aus ihrer Bemühungen um die Euronext nach Alternativen umschauen. Gespräche mit der Borsa Italiana in Mailand waren kürzlich auf Eis gelegt worden. Die erst seit wenigen Monaten selbst an der Börse notierte BME in Madrid gilt unter Fachleuten als eines der attraktivsten Übernahmeziele in der zersplitterten Branche in Europa.

Die Deutsche Börse hatte in der vergangenen Woche ihren Plan einer Übernahme der vom Finanzplatz Paris dominierten Euronext aufgegeben. Damit scheint für diese der Weg für eine Fusion mit der New York Stock Exchange (Nyse) frei. Erst am Montag hatte die Nyse-Konkurrentin Nasdaq zum zweiten Mal binnen weniger Monate den Versuch gestartet die Londoner Börse LSE zu übernehmen.

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