Futures
Eurex bietet Absicherung gegen die Inflation

Anleger können sich künftig besser gegen Inflationsgefahren absichern. Die Eurex führt als erste europäische Börse am 21. Januar 2008 neue Futures auf die Inflation in der Euro-Zone ein. In den USA gibt es solche Produkte schon länger.

FRANKFURT. Die Futures (standardisierte Terminkontrakte) der Eurex basieren auf dem Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) für die Länder der Euro-Zone. In den USA werden solche Produkte, die dem Bereich „Event-Derivate“ zugeordnet werden, bereits seit vielen Jahren an Börsen und im Freiverkehr gehandelt.

Mit diesem Produkt erweitert die Tochter der Deutschen Börse AG und der schweizerischen SWX AG ihre Produktpalette um eine neue Anlageklasse. Eurex-Vorstandschef Andreas Preuss sagte dem Handelsblatt, die Eurex werde sich zu einer Börse entwickeln, an der Produkte sowohl in verschiedenen Währungen als auch in zahlreichen unterschiedlichen Anlageklassen (nach Aktien, Zinsen, Kredit, Konjunkturdaten, in Zukunft auch Rohstoffe) gehandelt werden. Die Einführung von Inflations-Futures ist ein weiterer Schritt in Richtung einer Multi-Anlageklassen-Börse.

Für die neuen Produkte bietet die Eurex, die größte Terminbörse Europas, ein modifiziertes Marktmodell. Damit wird der Tatsache Rechnung getragen, dass Inflation und Inflationserwartungen im Tagesverlauf nur wenig schwanken. Der Handel wird daher auf zwei 15-minütige Auktionen pro Tag konzentriert – die Eröffnungs- und Schlussauktion –, in denen Market Maker Liquidität zur Verfügung stellen. Während des fortlaufenden Handels stellen die Market Maker Kurse auf Anfrage.

Der Vorstandschef der International Securities Exchange (ISE) in New York, David Krell, sagte dem Handelsblatt, dass er für seine Börse großes Wachstumspotenzial für Konjunkturdaten-Derivate sieht. Die Deutsche Börse will die Übernahme der ISE im vierten Quartal dieses Jahres unter Dach und Fach bringen.

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