Geplante Kapitalerhöhung belastet
Stada-Aktie weiter unter Druck

Die Aktien des Bad Vilbeler Generika-Herstellers Stada sind weiter unter Druck. Am Montag hatte das Unternehmen ein Kapitalerhöhung angekündigt.

HB FRANKFURT. Der im Nebenwerteindex Mdax gelistete Wert war am Vormittag mit einem Minus von mehr als 5 % zeitweise der stärkste Verlierer in dem Index. Im weiteren Verlauf erholte sich der Wert dann wieder etwas und lag zuletzt nur noch 2,15 % im Minus bei 45,60 €. Der Mdax verlor rund 1 % auf 4 044 Punkte. Am Montag hatte die Stada-Aktie bereits rund sechs Prozent nachgegeben. Der hochprofitable Hersteller kostengünstiger Nachahmerpräparate will noch in diesem Jahr durch die Ausgabe neuer Aktien sein Kapital um voraussichtlich 250 bis 350 Mill. € erhöhen. Die Einnahmen sollen vor allen Dingen dem weiteren internen Wachstum, Übernahmen sowie dem Schuldenabbau dienen.

„Die Kursverluste hängen weiterhin mit der Kapitalerhöhung zusammen“, kommentierte Thomas Brenning von der Helaba Trust die Aktienkursentwicklung. Der Analyst verwies insbesondere auf den Verwässerungseffekt für den erwarteten Gewinn je Aktie durch die geplante Ausgabe neuer Anteilsscheine. „Für das kommenden Jahr beträgt der Verwässerungseffekt rund 13 %“, schätzte Brenning. Mit der gestrigen und aktuellen Kursentwicklung sei der erwartete Verwässerungseffekt nun in etwa in den Kurs der Aktien eingepreist.

„Wir haben eine Kapitalerhöhung auf Vorrat, da noch nicht feststeht, wie die neuen Finanzmittel künftig eingesetzt werden“, kommentierte Ulrich Huwald vom Bankhaus M.M. Warburg. Daher stehe beim Aktienkurs jetzt erst einmal der erwartete Verwässerungseffekt im Vordergrund, den der Experte mit rund zehn Prozent für dieses Jahr veranschlagt. 2004 werde er deutlich höher ausfallen. Huwald wies ferner darauf hin, dass sich mit der Kapitalerhöhung die Zahl der ausgegebenen Aktien um rund 30 % erhöhe. Als fairen Wert sieht er nun einen Kurs von 44 bis 46 €, je nachdem, wie die Modalitäten des Schritts schließlich genau ausfielen.

Die erste Tranche der Kapitalerhöhung mit fünf Mill. Aktien soll den Aktionären mit einem Bezugsrecht im Verhältnis 4:1 angeboten werden. Unter Ausschluss des Bezugsrechts soll zudem in einer zweiten Tranche vor allem bei internationalen Investoren bis zu 1,68 Mill. Aktien sowie im Zuge einer Mehrzuteilungsoption zusätzliche bis zu 186 000 Aktien im In- und Ausland platziert werden. Das Unternehmen wies zum 31. Dezember rund 20 Mill. ausgegebene Aktien aus.

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