Gerüchteküche Viele kochen ihr eigenes Süppchen

An den Märkten lässt sich kaum zwischen harten Informationen und Gerüchten unterscheiden. Dabei spielt aber nicht Gier eine Rolle, sondern oft schiere Angst.
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Die französische Société Générale wurde vorige Woche Opfer eines Artikels der "Mail on Sunday". Quelle: Reuters

Die französische Société Générale wurde vorige Woche Opfer eines Artikels der "Mail on Sunday".

(Foto: Reuters)

Beliebtheitspreise gewinnen britische Boulevardjournalisten derzeit ganz bestimmt nicht. Nach dem politischen Skandal um die Abhöraffäre bei Rupert Murdochs "News of the World" wirbeln die bunten Blätter von der Insel jetzt auch die Finanzmärkte durcheinander. Am 7. August veröffentlichte die "Mail on Sunday" einen Artikel, der die Aktien der französischen Großbank Société Générale zum Absturz gebracht haben soll.
Aus britischen Regierungskreisen wollte die Zeitung erfahren haben, dass das Pariser Geldhaus möglicherweise vor einem Desaster stehe. Merkwürdigerweise dauerte es mehrere Tage, bis die Nachricht an den sonst so schnelllebigen Finanzmärkten ihre Sprengkraft entfaltete. Erst am 10. August brachen die Aktien der Société Générale ein, dann allerdings richtig. Zeitweise verloren die Papiere fast ein Viertel ihres Wertes.
Zwar behauptet keiner, dass die "Mail on Sunday"-Journalisten Mobiltelefone geknackt oder andere Schandtaten begangen haben, um an die vermeintliche Exklusivnachricht zu kommen, aber amüsiert waren die Franzosen trotzdem nicht. Schneller, als man die Worte "haltloses Gerücht" aussprechen konnte, hatte die Société Générale bereits mit einer Schadensersatzklage gedroht, und die "Mail on Sunday" musste sich für die Falschmeldung entschuldigen.

Analysten als Meinungsmacher
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  • Man muss auch die Kombination aus Gerüchten und Charttechnik berücksichtigen. Wenn ein Gerücht zu fallenden Kursen geführt hat, dann kann der Abwärtssog durch die simple Tatsache verstärkt werden, dass die Kurse fallen.

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