Gesellschaft reagiert auf neue Vorschriften
SGL prüft Rückzug von der Börse New York

SGL Carbon in Wiesbaden prüft nach Aussage von Pressesprecher Stefan Wortmann den Rückzug von der Börse New York. Das Unternehmen hatte in der Vergangenheit häufiger diese Absicht geäußert und dafür Kostengründe genannt.

DÜSSELDORF. Bisher gab es jedoch für ein Delisting sehr hohe regulatorische Hürden seitens der amerikanischen Wertpapieraufsicht SEC. Vorgestern Abend hat jedoch die SEC eine deutliche Erleichterung in Aussicht gestellt.

„Wir sehen jetzt die Details der neuen Regelung an und werden dann in Kürze eine Entscheidung fällen“, sagte Wortmann. Das Interesse, sich von der Börse zurückzuziehen, sei groß. Die frühere Muttergesellschaft Hoechst hatte 1996 einen Teil der SGL-Aktien in New York an die Börse gebracht, um angelsächsische Investoren zu gewinnen. Inzwischen sei dafür aber keine Notiz vor Ort mehr notwendig, sagte Wortmann. Imagegründe seien ebenfalls nicht gegeben; SGL stellt Kohlenstoffprodukte her und richtet sich nicht an Endverbraucher.

Das Handelsblatt hat vor kurzem zahlreiche deutsche Unternehmen befragt, die in New York notiert sind. Außer SGL gaben die Gesellschaften an, vor allem aus Imagegründen weiter Interesse daran zu haben. Die SEC will Mitte des Jahres ausländischen Unternehmen den Ausstieg erleichtern, wenn deren Papiere zu weniger als fünf Prozent in den USA gehandelt werden. fw

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