Größter Vermögensverwalter: Blackrock glaubt an den Bullenmarkt

Größter Vermögensverwalter
Blackrock glaubt an den Bullenmarkt

Der weltgrößte Vermögensverwalter Blackrock gibt einen optimistischen Ausblick für die Weltbörsen. Anlagestratege Doll glaubt an die Kraft der Bullen. Die Märkte seien intakt - und die USA ein guter Ort für Investments.
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New York„Wir sind der Ansicht, dass die langfristige Erholung der Weltkonjunktur nicht wirklich gebremst ist und der langfristige Bullen-Markt an den Aktienbörsen weiter intakt ist“, sagte Bob Doll, Chefanlagestratege von Blackrock dem Handelsblatt (Mittwochausgabe). Der Ausdruck „Bullen-Markt steht im Börsianerjargon für steigende Börse, der Bulle ist das Symbol der Optimisten. Zu diesen gehört auch Doll. Er glaubt, dass sich der US-Aktienmarkt in diesem Jahr besser entwickeln wird, als der Durchschnitt der Börsen weltweit.

Doll ist der Ansicht, dass der Aktienmarkt derzeit nur eine Pause einlegt und auf ein Ende der Unsicherheit wegen der Krise in Japan und Libyen wartet. Er glaubt nicht, dass die Katastrophe in Japan das Wirtschaftswachstum nachhaltig beeinflusst. „Wenn man die nukleare Katastrophe außen vor lässt, ist das Risiko der Ereignisse in Japan für die Weltwirtschaft nahe Null. Japan macht neun Prozent der globalen Wirtschaftsleistung aus und die betroffenen Region weniger als neun Prozent des BIP Japans. Die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache“, sagte Doll.

Sollte die Lage an den Atommeilern eskalieren, bestehe allerdings die Gefahr, dass der US-Verbraucher als stärkste Triebfeder hinter dem Aufschwung in Amerika so verunsichert werde, dass der Konsum nachlasse. Aber das bleibe abzuwarten, so Doll.

So lange der Ölpreis durch die Unruhen in Arabien und Nordafrika nicht deutlich über 100 Dollar je Fass steige, rechne er mit rund drei Prozent Wirtschaftswachstum in den USA. Daher erwarte er nicht, dass die US-Notenbank Fed im Sommer ein neues Anleiheaufkaufprogramm auflegen muss.

Robert „Bob“ C. Doll jr. gilt in New York als der „Billionen-Dollar-Mann“. Der 56-jährige Ökonom ist seit 2001 Chefanlagestratege von Blackrock, dem größten Vermögensverwalter der Welt. Als solcher berät er die Fondsmanager seines Hauses bei Aktienanlageentscheidungen.

Der Finanzinvestor Blackrock verwaltet 3,56 Billionen Dollar an Kundenvermögen und damit so viel wie kein Konkurrent weltweit. Neben dem Bondspezialisten Pimco gilt Blackrock als die „neue Macht“ an der Wall Street.

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  • Ausgerechnet der Luftbilanz-Dienstleister Blackrock:
    Erinnert sei an den Strohmann-Fonds,den Black Rock eigens für die UBS bereitstellte.
    So meldete die UBS 2008 den Verkauf von 15 Mrd fauler Papiere an einen Fonds. Tatsächlich aber kam der überwältigende Anteil der Finanzausstattung des Fonds von der UBS selbst.
    Der Gewinn der spesenträchtigen Aktion war rein optischer Natur.
    Die UBS musste den Wertverfall der Papiere nicht mehr im Handelsbuch bilanzieren. Das gleich große Kreditrisiko des
    Kredites an den Strohmann-Fonds blieb unsichtbar, weil der
    Kredit im Bankbuch konstant zu vollen Werten angesetzt wurde...
    Der US-Kapitalmarkt ist ein potemkinsches Dorf, eine Kulisse,
    um nach Art der Hütchenspieler dummes Geld anzulocken.


  • armselig, ein lupenreiner Trottel.

  • Warren Buffett stößt gerade ins selbe Horn. Man muss bedenken, dass die USA im Grunde nur noch den Aktienmarkt als letzte verbliebene und intakte Assetblase behalten haben. Nach den "Japanschock" MUSS der amerik. Aktienmarkt unter allen Umständen bald wieder eine steile Aufwärtsbewegung vollziehen, da sonst auch für das letzte Fünftel der amerik. Bevölkerung keine nennenswerten Einkommenssteigerungen mehr möglich sind (so wie für die übrigen 4/5 heute schon nach geplatzter Immoblase und stagnierenden Einkommen plus hoher Inflation/Stagflation).

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