Großbank
Schweizer Börse untersucht UBS

UBS droht Ärger: Die Schweizer Börse hat ein Untersuchungsverfahren gegen die Großbank eingeleitet. UBS soll seinen Veröffentlichungspflichten nicht ausreichend nachgekommen sein. Die Bank weist die Vorwürfe zurück.
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ZürichDie Schweizer Börsenaufsicht nimmt die Großbank UBS ins Visier. Es werde untersucht, ob die größte Schweizer Bank im vergangenen Jahr in zwei wichtigen Fällen ihre Veröffentlichungspflichten verletzt habe, teilte die Behörde am Donnerstag mit. Zum einen betreffe die Untersuchung die Mitteilung der UBS vom Oktober 2012, in der die Bank eine weitreichenden Konzernumbau ankündigte. Zum anderen gehe es um die Bekanntgabe einer Strafe von rund 1,4 Milliarden Franken im Libor-Skandal im Dezember 2012. Weitere Angaben wollte die Börse nicht machen. Die Börsenaufsicht kann eine Buße von maximal zehn Millionen Franken (8,1 Millionen Euro) verhängen, üblich sind Strafen bis zu Hunderttausend Franken.

Nach Ansicht der UBS gibt es keinen Anlass für eine Untersuchung. Die Bank nehme ihre Offenlegungspflichten sehr ernst und habe in den von der Börse erwähnten Sachverhalten alle rechtlichen Anforderungen erfüllt, erklärte die Bank. Im Vorfeld der Mitteilungen hatte es in den Medien intensive Spekulationen über einen Arbeitsplatzabbau bei der UBS und über die Höhe der Geldstrafe in der Affäre um die Manipulation des Referenzzinses Libor gegeben.

Ungewöhnlich seien solche Untersuchungen nicht, sagte ein Sprecher der Börse. Wenn ein begründeter Anfangsverdacht vorliege, werde eine Vorabklärung eingeleitet, die dann in eine Untersuchung einmünden könne. Vielfach gehe es dabei nur um Formalien oder die Frage, ob Fristen nicht eingehalten worden seien. "Die stärkste Sanktion ist die Mitteilung, dass eine Untersuchung eingeleitet wurde", sagte der Sprecher.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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