Großhändler von Telefonminuten
Eutex strebt an die Frankfurter Börse

Deutlich auseinander gehen im Vorfeld der Erstnotiz die Bewertungen der Analysten für die Düsseldorfer Eutex AG.

scc FRANKFURT. Während die Aktienexperten Norbert Kretlow und Dirk Werner von Independent Research einen fairen Wert je Aktie von 14,32 Euro errechnen und den Börsenwert somit bei rund 42 Mill. Euro ansetzen, kommen Damien Seaman und Rod Selem von First Berlin auf 54,4 Mill Euro. Sie bewerten die Aktien mit 19,48 Euro pro Anteil. Grund für die konträren Ergebnisse: Unterschiedliche Bewertungsansätze. Mit Spannung erwarten Investoren deshalb die Bekanntgabe der Bookbuildingspanne am Donnerstag.

Der im Jahr 1999 gegründete Großhändler von Telefonminuten im Bereich der Sprachtelefonie plant die Erstnotiz von insgesamt 787 680 Aktien am 1. Dezember im Entry Standard der Frankfurter Börse. Gezeichnet werden können die Papiere ab Freitag bis zum 29. November. Konsortialführer der Emission ist die CCB Bank. Mit dem Erlös will Eutex die Kapitalbasis stärken. Denn noch schreibt das Unternehmen ein deutliches Minus. In diesem Jahr soll der Verlust vor Zinsen und Steuern (Ebit) bei fünf bis sechs Mill. Euro liegen. Der Umsatz soll etwa 77 Mill. Euro betragen.

Chancen für hohes Wachstum sehen die Experten im schnellen Erschließen der Märkte in Osteuropa und in Asien. Denn anders als die Datenleitungen nach Westeuropa oder in die USA sind die Verbindungen dorthin noch weitaus weniger ausgebaut. Entsprechend höher sind die Margen, die im Handel mit Telefonminuten zu erzielen sind. Aber auch das Risiko von Zahlungsausfällen ist höher.

Lob erhält das Management von Eutex. Vorstandschef Dirk Reupke und Finanzvorstand Stefan Klebor waren einst bei Talkline. Und mit Gerd Tenzer sitzt ein langjähriges Vorstandsmitglied der Deutschen Telekom im Aufsichtsrat. „Das Management ist einer der größten Aktivposten“, loben die Experten von First Berlin.

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