Großinvestoren verkaufen

ProSieben Sat.1 geht komplett an die Börse

Der TV-Konzern ProSieben Sat.1 wird eigenständiger. Die Finanzinvestoren KKR und Permira steigen weiter aus. Der Konzern ist damit ab Montag vollständig an der Börse zu haben.
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Der Anfang vom Ausstieg: Die Finanzinvestoren KKR und Permira bieten ihre Anteile an der Börse an. Quelle: dapd

Der Anfang vom Ausstieg: Die Finanzinvestoren KKR und Permira bieten ihre Anteile an der Börse an.

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MünchenProSieben Sat.1 geht kommenden Montag komplett an die Börse und kommt damit der Eigenständigkeit einen großen Schritt näher. Der Handelsstart für die neuen stimmberechtigten Stammaktien am kommenden Montag markiert den Einstieg in den Ausstieg der beiden Finanzinvestoren KKR und Permira, die seit sechs Jahren bei dem TV-Konzern über eine satte Stimmenmehrheit verfügen.

Auf der Hauptversammlung vor wenigen Wochen legten die Eigner die Grundlage für ihren Abschied. Bisher hielten KKR und Permira 88 Prozent der stimmberechtigten Stammaktien des Konzerns, die aber nicht handelbar waren. Lediglich die Vorzugsaktien ohne Stimmrecht waren an der Börse und konnten gekauft und verkauft werden - zu sagen hatten die Vorzugsaktionäre allerdings nichts. Das ändert sich nun.

Dafür werden alle Vorzugsaktien in Stammaktien umgewandelt und zugleich werden die Papiere alle an der Börse gehandelt. Damit legt der TV-Konzern am Montag so etwas wie eine kleinen Börsengang aufs Parkett. Am Freitag wird die Maßnahme allerdings erst noch ins Handelsregister eingetragen, wie der Konzern am Dienstag mitteilte. Allein dadurch sinkt der Anteil von KKR und Permira auf 44 Prozent.

Es wird allerdings erwartet, dass die beiden Unternehmen sich Schritt für Schritt von ihren Anteilen trennen werden. Ein kompletter Verkauf der Sendergruppe kam in den vergangenen Monaten mangels zahlungskräftiger Interessenten nicht zustande. Derzeit hätte ein Käufer wohl mehr als sieben Milliarden Euro für den Konzern auf den Tisch legen müssen. Ein zu großer Brocken für deutsche Medienhäuser und wegen Kartellbedenken auch ein komplexes Unterfangen.

  • dpa
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