Großteil deutscher Bank hat Dax-Prognosen nach oben geschraubt
Deutsche Bank setzt auf deutsche Aktien

Deutschland rückt wegen der verbesserten Bilanzqualität seiner Unternehmen, deren gestiegener Eigenkapitalrendite und der Aussicht auf Reformen nach der Bundestagswahl im Herbst stärker in den Fokus internationaler Investoren.

scc FRANKFURT/M. Zu diesem Schluss kommt Klaus Martini, oberster Anlagestratege bei der Vermögensverwaltung der Deutschen Bank. „Sollte es im Herbst eine neue Bundesregierung geben, dann hat diese ein Fenster von zwei Jahren, um Reformen ohne große Widerstände umzusetzen“, sagt Martini am Donnerstag in Frankfurt. Das kann Deutschland als Anlageland enorm nach vorne bringen.

Nachdem am 22. Mai bekannt geworden war, dass es voraussichtlich im September vorgezogene Bundestagswahlen geben wird, hat der Großteil der deutschen Banken seine Dax-Prognosen nach oben geschraubt. „Die Stimmung verbessert sich, lange bevor die Probleme in Deutschland gelöst sind“, sagt Berndt Fernow von der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW).

Ein Grundproblem bleibt für die internationalen Investoren jedoch bestehen: „Es ist sehr viel Geld im Markt, das sehr wenige interessante Anlageklassen jagt“, sagt Martini. Deswegen sieht er auch für den Rentenmarkt, an dem viele Strategen eine Überhitzung nach den starken Kursanstiegen zuletzt befürchten, keinen Anlass zur Sorge. Bei der zehnjährigen Bundesanleihe, die gestern mit 3,15 Prozent rentierten, hält er auch in den nächsten zwölf Monaten Renditen von 3,00 bis 3,75 Prozent für wahrscheinlich.

Zusätzliche Phantasie verleihen dem deutschen Markt derzeit die Vielzahl an Fusionen, Übernahmen und der starke Einfluss der Private Equity Investoren. Für den Deutschen Aktienindex (Dax), der gestern auf einem Jahreshoch bei 4 637 Punkten notierte, rechnet Martini in den nächsten zwölf Monaten mit Ständen zwischen 4 800 und 5 050 Punkten. Das entspräche in der Spitzen einem Plus von neun Prozent.

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