Gründe für Rückkauf wurden nicht genannt
Auffällige Kurswegungen bei der Beate Uhse-Aktie

Am Donnerstag schnellte die Aktie der Beate Uhse innerhalb weniger Minuten um 15 Prozent nach oben, einen Tag später kündigte das Unternehmen den Rückkauf eigener Wertpapiere an. Die Bundesanstalt für Finanzaufsicht (Bafin) hat eine routinemäßige Voruntersuchung eingeleitet.

HB FRANFURT. „Wir schauen uns das an“, sagte eine Sprecherin am Freitag der Nachrichtenagentur VWD. Die Kursbewegungen seien auf den ersten Blick so auffällig, dass es für die Einleitung einer Untersuchung reiche.

Der Aktienkurs des Erotikunternehmens war am Donnerstag innerhalb weniger Minuten um über 15% angestiegen. Händler führten dies auf mindestens eine auffällig große Kauforder zurück. Mit neuen fundamentalen Daten konnte dies jedoch nicht erklärt werden.

Das Unternehmen hatte am Freitag den Rückkauf eigener Aktien unter Hinweis auf einen nicht näher genannten bestimmten Grund angekündigt. Der Rückkaufpreis wurde nicht näher bestimmt. Für den Rückkauf im Rahmen eines Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung sei ein Preis vorgesehen, der den durchschnittlichen Schlusskurs der Aktien der Gesellschaft im Xetra-Handel an den drei vorangegangenen Börsentagen um nicht mehr als zehn Prozent über- oder unterschreiten dürfe, teilte Beate Uhse am Freitag in Flensburg mit. Beabsichtigt sei, die Anteilsscheine ab Freitag über die Börse zu erwerben. Bei Beate Uhse war zunächst niemand zu erreichen, um die exakte Höhe des Aktienrückkaufs zu erfahren.

Die im Kleinwerteindex SDax gelistete Beate-Uhse-Aktie notierte am Freitag mit 13,10 Euro fast ein Prozent im Plus.

Die neue Shop-Kette von Beate Uhse speziell für Frauen geht unter dem Namen „Mae B.“ im Frühjahr an den Start. Am Freitag wurde ein Test-Laden am Stammsitz Flensburg präsentiert. „Wir geben darin Streicheleinheiten für die Sinne“, sagte der Projektleiter des neuen Shop-Systems, Hauke Stübinger. „Mae B.“ symbolisiere in moderner Form, was die Firmengründerin vor einem halben Jahrhundert begonnen habe und sei ein weiterer Beitrag „zur sexuellen Selbstbestimmung der Frau“. Nach der Testphase sollen „Mae B.“-Shops in den besten Lagen der größten deutschen Städte eröffnet werden. Von 2005 an ist eine Ausweitung ins europäische Ausland geplant.

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