Grundlage für Sammelklage
US-Aktionäre klagen wegen Yukos-Zerschlagung

Aktionäre des zerschlagenen russischen Energiekonzerns Yukos haben eine Sammelklage in den Vereinigten Staaten eingereicht.

HB BERLIN. Vertretern der russischen Regierung und der Ölkonzerne Gasprom sowie Rosneft werde die Klageschrift in den kommenden Wochen zugestellt, sagte Tom Johnson, Anwalt der zwölf klagenden Aktionäre, am Mittwoch in Berlin. Bislang hat sich die russische Regierung nicht zu der vor einem Bundesgericht in Washington eingereichten Sammelklage geäußert. Mit einer Reaktion werde bis April gerechnet.

Im Herbst werde das Gericht dann voraussichtlich entscheiden, ob es der Zulassung der Klage zustimme. Im Fall einer Zulassung werde eine endgültige Entscheidung erst in einigen Jahren erwartet, sagte der Anwalt. Die zwölf Yukos-Anteilseigner verlangen zusammen drei Millionen Dollar. Insgesamt seien amerikanische Aktionäre um rund sechs Milliarden Dollar (knapp 5 Mrd Euro) geschädigt worden, sagte Johnson.

Yukos war nach riesigen Steuernachforderungen zerschlagen worden und der größte Aktionär Michail Chodorkowski zu neun Jahren Lagerhaft verurteilt worden. Teile des Konzerns übernahm der staatliche Ölkonzern Rosneft. Da Yukos auch an der Börse New York notiert war, sieht Johnson eine Grundlage für die Sammelklage.

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