Handelsblatt-Börsenspiel
Es kommt nicht nur auf Glück an

Noch ist es nicht zu spät für den Einstieg. Beim Handelsblatt-Börsenspiel, das in den Endspurt geht, setzte sich sogar ein Newcomer an die Spitze. Ein langfristiger Spitzenreiter hat sein Depot bereits versiebenfacht.
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DüsseldorfGanz neu dabei und schon gewonnen: Das hat "russdavi" beim Börsenspiel von Handelsblatt und Deutscher Börse fertig gebracht. Der Teilnehmer hat sich erst in der vergangenen Woche angemeldet - und den Wert seines Depots in der einen Woche um 132,9 Prozent gesteigert. Damit setzte er sich in der Wochenwertung vor alle anderen Mitspieler. Sein Preis: ein maßgeschneiderter Anzug im Wert von 1 500 Euro.

Entscheidend für den Erfolg von "russdavi" war eine Wette gegen den Euro. Für 1 790 Euro hatte der Teilnehmer einen Turbo-Put-Optionsschein gekauft, zwei Tage später verkaufte er das Papier für 19 690 Euro. Dabei hatte er sehr viel Glück, dass die Wette gutging. Der Optionsschein hätte beinahe schon kurz nach dem Kauf die sogenannte Knock-out-Schwelle überschritten und wäre damit fast wertlos verfallen. Da es beim Börsenspiel nur um Spielgeld geht, ist das Risiko überschaubar. Aber mit echtem Geld sollte man vorsichtiger umgehen.

Dass es nicht allein auf Glück ankommt, beweisen die Spitzenreiter in der Gesamtwertung. Auf dem ersten Platz liegt "Fonze89". Er hat aus dem Startkapital von 20 000 Euro inzwischen 160 000 Euro gemacht - ein Plus von mehr als 700 Prozent. Ohne eine klare Strategie und die Disziplin, diese auch einzuhalten, wäre das nicht gelungen. "Fonze89" handelt sehr aktiv. Meistens hält er seine Positionen nur für kurze Zeit, oft nicht mal eine halbe Stunde. Er begrenzt Verluste schnell, nimmt ebenso schnell Gewinne mit. Meistens wettet er mit Optionsscheinen auf den Dax.

Auf Platz zwei der Gesamtwertung folgt "Shames" mit einem Plus von rund 540 Prozent, dahinter "kingas" mit gut 390 Prozent. Insgesamt machen mehr als 16 000 Teilnehmer beim Börsenspiel mit. Seit dem Start im Mai haben sie 327 000 Trades getätigt.

Jörg Hackhausen
Jörg Hackhausen
Handelsblatt Online / Reporter

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