Handelsblatt-Börsenspiel
Mit einer heißen Wette an die Spitze

Die Zocker kommen auf ihre Kosten: Beim Handelsblatt-Börsenspiel hat der Wochensieger seinen Depotwert fast verdoppelt. Im echten Leben wäre seine Strategie zu riskant.
  • 4

DüsseldorfMan muss schon ein Zocker sein, um daran Gefallen zu finden: Der Deutsche Aktienindex (Dax) schwankt seit Tagen hin und her, kennt keine klare Richtung. Mal fürchten die Anleger einen Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone. Dann kommt wieder Hoffnung auf, die Europäische Zentralbank (EZB) werde das Schlimmste verhindern.

Fest steht: Wer auf die Fundamentaldaten schaut, etwa die Zahlen der Unternehmen, hat es derzeit an der Börse schwer. Das mussten auch die Teilnehmer beim Börsenspiel von Handelsblatt und Deutscher Börse erfahren. Belohnt wurden bisher vor allem diejenigen, die bereit waren, hohe Risiken einzugehen. So wie der Teilnehmer "mbledug". Er hat den Wert seines Depots in der vergangenen Woche fast verdoppelt. Mit einem Plus von 91,5 Prozent sicherte er sich den Wochensieg. Auf Platz zwei und drei der Wochenwertung schafften es "HaRie" mit einem Plus von 53,3 Prozent und "Seehund25" mit 51,3 Prozent.

Auch in der Gesamtwertung liegt "mbledug" nun vorn. Aus dem virtuellen Startkapital von 20 000 Euro hat er nach zwei Wochen insgesamt 37 381 Euro gemacht. Sein bester Trade: ein hochspekulativer Turbo-Optionsschein auf den Dax-Future. Am Dienstag vergangener Woche setzte der Spieler im späten Handel eine hohe Summe darauf, dass der Dax-Future steigt. Und die Wette ging tatsächlich auf. Deshalb fiel auch nicht mehr ins Gewicht, dass er mit anderen Optionsscheinen weniger Glück hatte. Nach der ersten Woche lag "mbledug" noch leicht im Minus. Weniger Erfolg hatte ein anderer: "Sparfisch", der Sieger der Vorwoche, fiel aus den Top 10 heraus. Er hat aber noch genug Zeit, sich wieder nach oben zu kämpfen.

Die Sieger der Woche (2)

1mbledug+91,54%
2HaRie+53,32%
3Seehund25+51,25%
4MMStudentin+45,75%
5CCar+44,59%

Das Börsenspiel läuft seit dem 14. Mai, es endet am 3. August 2012. Die Bilanz der ersten beiden Wochen zeigt zweierlei: 1. Wer ein paar gute Tage hat, kann es in der Gesamtwertung weit nach vorne schaffen - oder mit einem schlechten Tag viel verspielen. 2. Wenn es nur um Spielgeld geht, sind Wetten möglich, die im echten Leben viel zu riskant wären. Wobei der Gesamtführende nicht allein auf Hebelpapiere setzt. Für Stabilität in seinem Depot sorgen Aktien von BMW, Deutsche Börse und Lanxess.

Bislang sind etwas mehr als 10 000 Teilnehmer dabei, die online und mobil auf der Börsenspiel-App mitspielen. Wer am Ende oben steht, gewinnt einen Range Rover Evoque; zudem gibt es in jeder Woche attraktive Wochenpreise zu gewinnen. Der Sieger der kommenden Woche erhält zum Beispiel ein Profi-Soundsystem im Wert von 2 599,99 Euro. Wer sein Glück versuchen will, kann sich jetzt noch anmelden.

Jörg Hackhausen
Jörg Hackhausen
Handelsblatt Online / Reporter

Kommentare zu " Handelsblatt-Börsenspiel: Mit einer heißen Wette an die Spitze"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Das Börsenspiel sollte in "Börsenlotteriespiel" umgetauft werden.
    Wer gewinnen will, muss - immer wieder neu - alles auf eine Karte setzen und hoffen, dass es die richtige Karte war; sonst ist er "weg vom Fenster".
    Und ändern Sie bitte endlich Ihre scheuerten Codes!!! Das ist jetzt schon der 6. den ich zu lesen versuche!!!
    Früher diensten solche Börsenspiele mal dazu, normale Bürger, die keine Aktien haben, an den Aktienmarkt heranzuführen ohne dass sie echte Verluste zu befürchten haben. Heute sind es Wettbewerbe, in denen es nur noch darum geht, mit möglichst hohem Risiko einen größtmöglichen Gewinn einzufahren.
    Was daraus werden kann, zeigen uns die Banken seit einigen Jahren - und leider noch immer.
    Ich finde es nicht gut, dass das Handelsblatt diese Strategien auch noch belohnt.
    Als Wirtschaftszeitung, die die Anleger aufklären und von Schaden schützen soll, sollten Sie derartige Wettbewerbe lassen.
    Es mag ja sein, dass Sie damit kurzfritig - insbesondere während der Laufzeit des Börsenlotteriespiels ein paar Leser mehr haben; aber langfristig dürfte das nicht der Fall sein.
    Denken Sie mal darüber nach und übelegen Sie Sich vielleicht ein anderes Spiel, welches wirklich die normale Börsenwelt nachbildet und auch die Empfehlungen (z. B. Risikostreuung) berücksichtigt.

  • @ Tutti: Hervorragende Idee... Und wenn das zu kompliziert sein sollte, oder am Thema vorbei geht, einfach eine Extra-Wertung für diejenigen, die ohne Hebelprodukte arbeiten.

  • Ich finde das ganze erinnert an einen Münzwerf-wettbewerb und hat nichts mit investieren zu tun.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%