Hedge Funds tragen zur Gleichgewichtsfindung bei
EU fordert verstärkte Aufsicht für Derivate

Im Hinblick auf derivative Finanzinstrumente betont der Ausschuss für Wirtschaft und Währung des Europäischen Parlaments in einer jetzt vorgelegten Ausarbeitung, dass diese zunehmend Verwendung finden.

Daher müssten Derivate gemäß aller im Rahmen der o.g. Hedge Funds-Richtlinien entsprechend Berücksichtigung finden. Derivate würden ein Mittel zur Beschränkung des Risikos darstellen und gleichzeitig jedoch die Möglichkeit bieten, spekulativ Risiken einzugehen.

Es sei daher unerlässlich, dass dieses Risiko sowohl hinsichtlich der Gefahren für Einzelpersonen als auch der Systemrisiken für das Finanzsystem ordnungsgemäß beaufsichtigt und kontrolliert werden müssten. Insbesondere die Verbreitung von Kreditderivaten sei als besonders Besorgnis erregend anzusehen. Kreditderivate könnten die Identität desjenigen verschleiern, der letztendlich das Risiko trage. Zudem bestehe auch die Gefahr, dass das wahre Ausmaß des globalen „Leverage“ durch Kredit verschleiert werden könnte.

Der Ausschuss weist auf das Risiko hin, dass OTC-Derivate (an der Öffentlichkeit vorbei im Freiverkehr direkt zwischen Banken gehandelte Derivate) auf den Finanzmärkten einen gefährlichen Überhang bilden könnten. Die Gültigkeit von Derivaten hänge von der Gewissheit der vollständigen Abrechnung zum Zeitpunkt der Fälligkeit und damit von der Kreditwürdigkeit und der Fähigkeit der letztendlichen Gegenparteien ab, Verpflichtungen nachzukommen. Diese Verpflichtungen könnten sich - ohne wirklich wahrgenommen zu werden - auf gefährliche Weise akkumulieren.

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