Hedgefonds

Strauss-Kahn will zwei Milliarden Dollar einsammeln

Vergewaltigungsvorwürfe beendeten die Karriere von Dominique Strauss-Kahn. Der ehemalige Chef des Internationalen Währungsfonds gründet nun einen Hedgefonds. Die Ziele sind ehrgeizig.
Update: 21.03.2014 - 07:34 Uhr 1 Kommentar
Dominique Strauss-Kahn wird Fondsmanager. Quelle: ap

Dominique Strauss-Kahn wird Fondsmanager.

(Foto: ap)

LuxemburgDie zweite Karriere des Dominique Strauss-Kahn begann im Jahre 2013. In diesem Jahr wurde der Ex-Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF) zum Chairman einer Luxemburger Bank wurde. Nun will DSK, so sein Kürzel, zwei Milliarden Dollar für einen Hedgefonds einsammeln. Dieser soll sein Geld mit Makro-Trends verdienen.

Der Schritt ist Teil seiner Bemühungen, sein Leben nach der Zeit beim IWF und Vorwürfen zu einer versuchten Vergewaltigung in einem New Yorker Hotel wieder aufzubauen. Der 64-Jährige hatte die Vorwürfe stets zurückgewiesen, die Anschuldigungen wurden später fallengelassen.

Dominique Strauss-Kahn: „So war es wirklich"
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„Ich beweise, dass Nafissatou Diallo nicht ins Zimmer kam, um zu putzen. Und zweitens beweise ich, dass das Blackberry von Herrn Strauss-Kahn verschwunden ist. Und drittens, dass ein Vergewaltigungsversuch inszeniert wurde, durch den Dominique Strauss-Kahn, Chef des IWF, wahrscheinlich unschädlich gemacht wurde.” Der französische Journalist Michel Taubmann präsentiert sein Buch: „Affaires DSK, Contre enquête" („Die DSK-Affäre – eine Gegenermittlung”, seit heute in den Geschäften).

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Die Gerüchte um eine politische Verschwörung gegen Ex-IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn haben damit neue Nahrung erhalten: Der Autor und Strauss-Kahn-Vertraute Michel Taubmann erhebt den Vorwurf, dem einstigen Hoffnungsträger der französischen Sozialisten sei eine Falle gestellt worden. Das Zimmermädchen des New Yorker Hotels Sofitel, das Strauss-Kahn eines Vergewaltigungsversuchs bezichtigt hatte, habe ihm womöglich sein Handy gestohlen und den damaligen IWF-Chef zudem durch aufreizende Blicke zum Sex verführt. Strauss-Kahn kommt in dem Buch auch selbst zu Wort und gibt zu, ein sehr freizügiges Sex-Leben geführt zu haben.

Jahreswechsel - Strauss-Kahn
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„Dümmlich, aber einvernehmlich" nennt Strauss-Kahn in dem Buch von Taubmann den sexuellen Kontakt mit dem Zimmermädchen Nafissatou Diallo.

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Die Begegnung mit Diallo beschreibt DSK so: Das Zimmermädchen sei weder überrascht noch schockiert gewesen, als es ihn nackt aus dem Badezimmer kommen sah. Vielmehr habe habe sie sich zur Tür gewandt und ihn dabei angesehen. Er habe dies als Einladung verstanden zu einem „vorschnellen sexuellen Akt".

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„Nichts wäre passiert, wenn ich diesen dummen, aber einvernehmlichen Geschlechtsverkehr mit Nafissatou Diallo nicht gehabt hätte", sagt DSK in Taubmanns Buch.

RNPS IMAGES OF THE YEAR 2011
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Als er im Sofitel aus seinem Zimmer gegangen ist, habe er Diallo im Flur nochmals gesehen. Dazu schreibt der Taubmann: „,Hello' hat er zu ihr gesagt und gewunken. Sie hat mit einem Blick geantwortet“.

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Taubmanns Biografie lässt keinen Zweifel daran, dass DSK ein sexgieriger Freund ausschweifender Partys ist. In dem Buch spricht er auch über diese Art von Feiern („soirées galantes“): „Bei solchen Partys gibt er [Dominique Strauss-Kahn] nie Geld aus. Er fragt sich nicht, ob diese One-Night-Stand-Partnerinnen dafür bezahlt werden“.

Vergangenes Jahr war Strauss-Kahn bei der Luxemburger LSK & Partners als Chairman an Bord gegangen. Der Hedgefonds, den er startet, trägt den Namen DSK Global Investment. Er wird direkt von dem Ex-IWF-Chef geleitet, wie Mohamad Zeidan, der bei LSK zuständige Vorstand für das Tagesgeschäft, in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Bloomberg erklärte.

Seinen Angaben zufolge soll der Fonds von Strauss-Kahn Gelder von rund 20 institutionellen und privaten Investoren einsammeln - dabei sei „alles von Family Offices bis reiche Einzelpersonen“, denkbar.

LSK & Partners hatte erst vergangenes Jahr den jetzigen Namen angenommen. Dieser basiert auf den Initialen von Strauss-Kahn und Vorstandschef Thierry Leyne. Die Firma verfügt über rund hundert Mitarbeiter und drei Handelsplattformen in Luxemburg, Monaco und Tel Aviv, sagte Zeidan.

LSK & Partners habe bereits eine Registrierungsbewerbung für den Fonds DSK Global Investment bei der luxemburgischen Aufsicht CSSF eingereicht.

  • Bloomberg
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  • ...und selbst wenn der Knabe mit 'ner Klingelbüchse am Straßenrand stehen würde, würde ich in diese Büchse nichts hineinwerfen...

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