Heiner Brand
„Eine Lebensversicherung ist was Sicheres“

Heiner Brand war nicht nur Handball-Weltmeister als Spieler und Trainer. Er hat auch lange eine Versicherungsagentur betrieben. Im Interview spricht er über Geld und darüber, was einige Spieler hier noch lernen müssen.
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Handelsblatt: Banken nennen ihre Depots „Sicherheit“, „Ausgewogenheit“ oder „Chance“. Welches würden Sie wählen?

Heiner Brand: Grundsätzlich bin ich für Sicherheit. Wobei ich gerade jetzt, wo die Renditen nicht allzu hoch sind, doch überlege, ob ich nicht ein klein wenig mehr in den Risikobereich gehen sollte.

Schauen Sie jeden Tag, was der Dax macht?

Nein, bewusst nicht. Man wird ja heutzutage ohnehin immer irgendwo damit konfrontiert. Manchmal habe ich den Dax auf dem iPhone und weiß gar nicht, wie er da hinkommt.

Haben Sie Aktien?

Ja, so ein bisschen was im Fondsbereich. Und ich werde jetzt auch etwas mehr machen. Aber alles im übersichtlichen Rahmen.

Bei Geldentscheidungen dominiert also der Kopf über den Bauch?
Eindeutig ja.

Und das war immer so und ist nicht mit zunehmendem Alter erst so geworden?
Das war immer so. Aus dem Sport ist ja nicht so viel übrig geblieben, wie das heutzutage der Fall ist. Da musste dann eine Existenz aufgebaut werden, da war eine Familie, da wurde ein Haus gekauft. Da blieb nichts zum Spekulieren.

Wenn man betrachtet, was in den vergangenen Jahren an den Finanzmärkten los war, ist es dann nicht ohnehin besser, ein konservativer Anleger zu sein?
Es ist sicher der weniger belastende Weg.

Wenn Sie gerade 100.000 Euro übrig hätten. Was würden Sie damit machen?
(überlegt....) Mit meiner Frau ein schönes Wochenende (lacht).

Kommentare zu " Heiner Brand: „Eine Lebensversicherung ist was Sicheres“"

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  • Vielleicht ist eine (Kapital-)Lebensversicherung etwas sicheres. So sicher wie das Unternehmen, das dahinter steht. Sicher ist aber, daß die Rendite lausig ist. Über lange Laufzeiten ist die Kombination von Risikolebensversicherung und regelmäßigem Sparen besser, z.B. mit Hilfe von Fonds und/oder Aktien. Daß Kapitallebensversicherungen immer noch so (versteckt) beworben werden, ist mir schleierhaft. Sie rechnet sich einfach nicht, selbst wenn man eventuelle Steuervorteile mit einbezieht.

  • Wie sicher Lebensversicherungen sind, belegt die pleite gegangene Mannheimer (nicht: Hambug-Mannheimer)

  • Man muss kein Verschwörungstheoretiker sein, um massierte Zahlen als solche zu erkennen. Ebenso ist Ihr Querverweis auf physikalische Maßeinheiten nicht plausibel.
    Statistiken unterliegen interpretatorischem Spielraum und sind durch die Art der Fragestellung massiv beeinflussbar, physikalische Grössen nicht. Jeder einigermassen gebildete Durchschnittsbürger weiss, wie leicht Statistiken benutzt werden können und werden, um eine selektive Darstellung der Realität objektiv erscheinen zu lassen.

    Ein Jäger schiesst auf einen Hasen, der erste Schuss geht 1m links daneben, der zweite 1 m rechts daneben, statistisch gesehen ist der Hase tot.
    1kg unterliegt solchen Annäherungswerten an die so nicht zu beschreibende Wirklichkeit mitnichten.
    Die Zweifel an der Art der Berechnung der Inflationsrate sind ja wohl kaum eine Erfindung meiner unmassgeblichen Einzelmeinung.

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