Hintergrund
Der Entry Standard bietet ein wenig mehr Transparenz

Die Börse in Deutschland kennt drei abgestufte Transparenzvorgaben. Der sogenannte Entry Standard ist ein Versuch, auf dem nur wenigen Regeln unterworfenen Börsensegment des Open Markets wenigstens etwas zuverlässigere Informationen für Anleger sicherzustellen.

HB FRANKFURT. Firmen, die im Open Market (früher: Freiverkehr) den Entry Standard in Anspruch nehmen, müssen nach Angaben der Frankfurter Wertpapierbörse unter anderem einen testierten Jahresabschluss spätestens innerhalb von sechs Monaten nach Ende des Geschäftsjahres auf der Unternehmensseite im Internet veröffentlichen, ebenso einen Zwischenbericht nach den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres. Zudem müssen Unternehmensnachrichten, die den Aktienkurs beeinflussen können, sofort veröffentlicht werden.

Aktien im Entry Standard sind als Insiderpapiere eingestuft. Das bedeutet, dass die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) sie im Hinblick auf die Regeln zum Insiderhandel und zum Marktmissbrauch überwacht. Allerdings müssten sich Anleger bewusst sein, dass die Anforderungen im Entry Standard nur geringfügig höher seien als im Open Market und somit weniger Informationen als im regulierten Segment zur Verfügung stünden und die Risiken höher seien, gibt die Börse zu bedenken.

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