Hochstufung der Aktie
Merck-Aktie profitiert von Erbitux-Zulassung

Die Aktie des Darmstädter Pharma- und Spezialchemieunternehmens Merck hat am Freitag nach der US-Zulassung des Krebsmedikaments Erbitux vom Vortag deutlich zugelegt. Merck hat die Rechte für das Medikament außerhalb der USA und Kanada.

HB FRANKFURT. Die im Nebenwerteindex MDax notierte Merck-Aktie lag zeitweise über sechs Prozent im Plus und notierte im Verlauf noch 4,7 Prozent höher bei 38 Euro. „Haupttreiber der Kursentwicklung ist die Erbitux-Zulassung“, kommentierte Pharmaanalyst Thomas Brenning von der Helaba Trust. Dies sei aber mehr psychologisch zu verstehen. „Denn die europäischen Behörden entscheiden unabhängig von der FDA“, merkte er an. Die Kursreaktion sei daher etwas übertrieben.

Ein weiterer Analyst sagte:“Die FDA-Zulassung erhöht die Glaubwürdigkeit des Produkts.“ Da Merck auf die europäische Zulassung warte, sei dies eine sehr gute Nachricht für Merck. Unterdessen stufte das Bankhaus Goldman Sachs die Merck-Aktie auf „Outperform“ hoch.

Die US-Biotechnologiefirma ImClone hatte zuvor von der US-Gesundheitsbehörde FDA die Genehmigung für Erbitux für die Behandlung von Patienten mit metastasierendem Darmkrebs in fortgeschrittenem Stadium erhalten. Mit erwarteten Spitzenumsätzen von bis zu 500 Millionen Euro im Jahr ist das Krebs-Medikament einer der Hoffnungsträger des Unternehmens. Merck hatte die Zulassung für das Mittel bei den Behörden der Europäischen Union Mitte vergangenen Jahres beantragt, das Verfahren läuft. Die weltweit erste Zulassung für das Medikament bekam Merck Ende vergangenen Jahres in der Schweiz.

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