Hoffnungen ruhen auf "Blackout" Kurssturz bei Intertainment

Die Aktien des defizitären Filmproduzenten und Rechtehändlers Intertainment sind am Dienstag mehr als 40 % eingebrochen, nachdem ein für die Zukunft des Unternehmens entscheidender Prozess erneut verschoben wurde.

rtr FRANKFURT. Der Kurs der Intertainment-Aktien, der sich in den vergangenen Wochen mehr als verdoppelt hatte, fiel am Dienstagvormittag um 41,4 % auf 2,94 €. Wie das Münchener Unternehmen mitteilte, verschob eine US-Richterin den Prozess gegen den amerikanischen Filmproduzenten Franchise auf das nächste Jahr. In dem Rechtsstreit wirft die Münchener Gesellschaft ihrem bisherigen Hauptlieferanten von Filmlizenzen vor, überhöhte Budgets in Rechnung gestellt zu haben und fordert Erstattungen von insgesamt 300 Mill. Dollar. Im Gegenzug hat Franchise Klage gegen Intertainment wegen fehlender Zahlungen eingereicht.

Von einer Klärung des Rechtsstreits, der Intertainment seit Jahren erheblich belastet, hatte sich Intertainment auch eine Erholung der Geschäfte erhofft. „Wir bedauern die Entscheidung der Richterin zutiefst“, kommentierte Intertainment-Chef Rüdiger Baeres.

Im vergangenen Jahr hatte Intertainment einen Verlust von 16,1 Mill. € verbucht, nach einem Minus von 86,8 Mill. € im Jahr davor. Auch im ersten Quartal 2003 schrieb das Unternehmen rote Zahlen. Die Hoffnungen in diesem Jahr ruhen nun auf dem Thriller „Blackout“, der im Herbst in die Kinos kommen soll.

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