HVB-Analysten senken Kursziel
Karstadt-Quelle-Aktie weiter auf Talfahrt

Die Aktie des Handelskonzerns Karstadt-Quelle hat am Donnerstag ihre Talfahrt vom Vortag fortgesetzt. Am Mittwoch hatte der Konzern nach einem unerwartet starken Anstieg des Fehlbetrags einen dreistelligen Millionenverlust für das Gesamtjahr prognostiziert.

HB DÜSSELDORF. Gegen Mittag lag die Aktie mit gut sechs Prozent im Minus bei 13,80 Euro, nachdem sie zeitweise mehr als 7,5 Prozent verloren hatte. Bereits am Vortag war der im MDax notierte Titel um bis zu elf Prozent eingebrochen.

Die Analysten der HVB senkten das Kursziel für die Karstadt-Quelle-Aktien am Donnerstag auf 13 Euro von zuvor 15 Euro. Die Einstufung behielten sie mit „Underweight“ bei. „Die Halbjahreszahlen haben unterstrichen, dass Karstadt-Quelle den operativen Turn-around noch nicht einleiten konnte“, begründete HVB-Analyst Volker Bosse in einer Studie den Schritt. Ein Aktienhändler sagte: „Niemand will die Aktie. Derzeit gehen riesige Verkäufe über die Bühne.“ Die Zahlen vom Mittwoch seien „katastrophal“ gewesen und würden vom Markt noch verdaut.

Karstadt-Quelle hatte im zweiten Quartal seinen Verlust vor Steuern und Abschreibungen (Ebta) unerwartet stark ausgeweitet und deshalb seine Prognose für das Gesamtjahr drastisch gesenkt. Der Konzern erwartet nun für 2004 einen Verlust (Ebta) von 160 bis 200 Millionen Euro und einen Umsatzrückgang um 4,5 bis fünf Prozent. Bislang waren die Essener im schlechtesten Fall von einem dreiprozentigen Umsatzrückgang ausgegangen. Konzernchef Christoph Achenbach wollte sich nicht festlegen, wann die Gruppe wieder schwarze Zahlen schreiben wird.

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