Index-Veränderungen
Rio Tinto drängt in den Stoxx 50

Mit dem Boom an den internationalen Rohstoffmärkten steigt auch das Gewicht dieser Aktien im paneuropäischen Auswahlindex Stoxx 50.

scc FRANKFURT/M. Nachdem vor zwei Jahren der britische Minenbetreiber Anglo American aufgenommen wurde, drängen nun bei der turnusmäßigen Überprüfung am Donnerstag (1. September) die beiden britischen Rohstoffkonzerne Rio Tinto und BHP Billiton in den bedeutenden Index. Mit dem Rückversicherer Swiss Re steht nach Ansicht der Experten derzeit nur ein potenzieller Absteiger fest.

Da die für die Umstellung maßgeblichen Auswahllisten auf dem Stand vom 31. August basieren, rechnen Börsianer bis Mittwoch mit einem lebhaften Handel in beiden Aktien. Die deutlich besseren Chancen hat nach aktuellem Stand Rio Tinto, die sich auf Rang 38 in der Auswahlliste befinden. Mindestens Rang 40 ist nötig, um den Aufstieg zu schaffen. BHP Billiton liegt derzeit noch auf Platz 42, müsste also zulegen.

Denkbar ist auch die Variante, dass beide Rohstofftitel aufsteigen, denn sowohl der französische Pflegemittel-Hersteller L’ Oreál als auch der britische Lebensversicherer Aviva gelten laut Christian Stocker von der Hypo-Vereinsbank als gefährdet. Dazu müssten die beiden Aktien in den nächsten drei Tagen jedoch an Wert verlieren.

Keine Veränderung erwarten Experten im für die Eurozone maßgeblichen Index Euro Stoxx 50. Hier wurden in diesem Jahr bereits Allied Irish Banks und Renault aufgenommen. „Sämtliche aktuellen Mitglieder dürften sich problemlos den Indexverbleib sichern“ sagt Manfred Jaisfeld von der Essener National-Bank. Der Aufstieg in einen der europäischen Auswahlindizes ist für die Verantwortlichen passiv gemanagter Fonds interessant, da sie bei Veränderungen ihre Positionen entsprechend umschichten müssen.

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