Indizes
Dax-Zusammensetzung dürfte unverändert bleiben

Die führenden Aktienindizes der Deutschen Börse werden zur Jahresmitte voraussichtlich unverändert bleiben. Nur im SDax könnte es zu einem Platzwechsel kommen.
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FrankfurtWeder im Leitindex Dax noch im MDax oder im TecDax zeichnet sich nach Ansicht von Experten zur anstehenden Überprüfung am kommenden Montag (6. Juni) ein Wechsel ab.

Der Arbeitskreis Aktienindizes prüft die Zusammensetzung von Dax, MDax und TecDax nach den Kriterien für eine außerordentliche Anpassung, der SDax wird regulär überprüft. Nach Handelsschluss wird die Deutsche Börse entscheiden und das Ergebnis bekanntgeben, mögliche Änderungen kämen dann ab Montag, 20. Juni, zum Tragen.

Nach Ansicht der LBBW-Analystin Anke Platzek und der Index-Expertin Petra von Kerssenbrock von der Commerzbank dürften sich die Veränderungen zur Jahresmitte auf den Index der kleinen Werte, den SDax, beschränken. Bei den übrigen Indizes erfülle derzeit kein Unternehmen die Kriterien für eine außerordentliche Anpassung. Auch ICF-Analyst Klaus Stabel rechnet nicht mit Veränderungen im Dax, MDax oder TecDax.

Zur regulären Überprüfung im September könnte dann allerdings wieder Bewegung die Indizes kommen: Continental und Lanxess seien hier die aussichtsreichsten Aufstiegskandidaten für den Dax. Für den MDax hätten Deutz, Gerry Weber, Jungheinrich und Kuka im September die besten Aufstiegschancen.

Zu einer außerordentlichen Änderung könnte es dagegen vorher noch im TecDax kommen. Das Schweizer Unternehmen Meyer Burger ist derzeit dabei, Roth & Rau zu übernehmen. Im dritten Quartal soll die Akquisition des deutschen Solarzulieferers abgeschlossen sein. Eindeutig qualifiziert ist derzeit aber kein Unternehmen. Die heißesten Kandidaten müssten sich laut LBBW-Analystin Platzek noch in Bezug auf die Marktkapitalisierung nach Streubesitz oder den Börsenumsatz verbessern. Passiert das nicht, dürfte sich die Deutsche Börse für das Unternehmen entscheiden, das den Aufstiegskriterien am nächsten kommt: das könnten PSI, Xing oder LPKF Laser sein.

Im SDax haben GSW Immobilien und der Industrieausrüster Norma Group nach Ansicht der Experten bei ausreichender Liquidität die größten Chancen auf einen Aufstieg. "Bei einer regulären Anpassung hätte GSW sogar das Potenzial für einen MDax-Mitgliedschaft", so Platzek. Im Juni würden die Hürden dafür allerdings etwas höher liegen, so dass das Unternehmen zunächst lediglich in den SDax aufsteigen dürfte. Bei Norma sollte es allerdings auch unter regulären Umständen vorerst nicht für eine Aufnahme in den MDax reichen. Zu den Wackelkandidaten im SDax, die dieser Tage möglicherweise weichen müssen zählt Platzek die Titel von Colonia Real Estate und Hornbach.

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