Insider-Barometer
Die Aktie ist tot, es lebe die Aktie!

Seit Wochen flüchten Anleger aus Aktien und drücken den Dax immer weiter ins Minus. Viel optimistischer geben sich hingegen die, die es wirklich wissen müssen: Die Top-Manager der Dax-Konzerne.
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FrankfurtEs sagt viel über den Zustand der Börse, wenn im Moment selbst gestandene Händler ratlos sind. Wenn sie vor plötzlichen Kurseinbrüchen wie am vergangenen Donnerstag stehen oder mit ansehen müssen, wie jeden Tag neue Theorien über den Zustand der Weltkonjunktur zu Besten gegeben werden. Hinter vorgehaltener Hand berichten sie bei den im Moment so zahlreichen Sommerfesten der Branche von solchen Momenten der Ratlosigkeit.

Zumindest eine Gruppe hat sich in diesem Stimmengewirr festgelegt wie keine andere. Die Top-Manager der Unternehmen, deren Aktien seit gut einem Monat massiv unter Druck geraten sind, haben sich so positioniert, dass es keinen Spielraum für Spekulationen gibt. In den vergangenen Wochen haben sie so sehr Aktien ihres Unternehmens gekauft wie zuletzt vor zweieinhalb Jahren. Damals war die Börse ebenfalls am Tiefpunkt angelangt. Doch je weiter es nach unten ging, umso mehr griffen die Firmenchefs zu.

Mit Heidelberg Cement, der Allianz, Eon und Daimler taten dies zuletzt gleich die Top-Manager von vier Dax-Konzern. Seit Beginn des Kurssturzes ist die Zahl der Dax-Konzerne, bei denen die Chefs die günstigen Kurse zum Einstieg genutzt haben, auf zehn gestiegen. Vorher gab es schon bei Metro, K+S, BASF, Merck, Linde und Fresenius Insiderkäufe.

„Man könnte fast vermuten, dass die Insider zu den wenigen Investoren gehören, die sich über die aktuellen Kursturbulenzen an den Aktienmärkten freuen“, sagt Simon Bölinger vom Forschungsinstitut für Asset Management (Fifam). Das berechnet alle zwei Wochen zusammen mit Commerzbank Wealth Management aus den Käufen und Verkäufe der Top-Manager das Insider-Barometer.

Die Tendenz daraus ist eindeutig. Knapp 130 Käufe haben sie in den vergangenen beiden Wochen an die Börsenaufsicht Bafin gemeldet, dagegen waren es nur eine Handvoll Verkäufe. Das Insider-Barometer, das sie daraus errechnen, ist somit von 118 Punkten bei der vergangenen Erhebung auf 135 Punkte gestiegen. Es liegt damit eindeutig im Kaufbereich, der bei 110 Punkten beginnt und signalisiert, dass sich Aktien künftig besser als die anderen Anlageklassen entwickeln dürften.

Der Grund für die einseitige Ausrichtung ist klar. Die Firmenchefs blicken weiter in bestens gefüllte Auftragsbücher, eine hohe Auslastung und eine starke Nachfrage auf Messen und in Kundengesprächen. An eine mögliche Rezession zu glauben, wie sie manche Volkswirte schon wieder für möglich halten, fällt da schwer.

Kommentare zu " Insider-Barometer: Die Aktie ist tot, es lebe die Aktie!"

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  • man könnte aber auch sagen die konzerne bezahlen ihre Top Manager mit aktien als mit Realen Millioen jahres gehältern .man kann es so sehen oder so je nachdem wem man es erzählt.

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