Insiderhandel: Londoner Händler verurteilt

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Londoner Händler verurteilt

Wegen Insiderhandels wurde der Londoner Händler Richard Joseph zu vier Jahren Haft verurteilt. Er soll durch Insidertipps fast 700.000 Pfund gemacht haben. Joseph hatte vorher auf nicht schuldig plädiert.
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LondonEin selbständiger Londoner Händler ist zu einer Haftstrafe von vier Jahren verurteilt worden. Er ist am Montag für schuldig befunden worden, mit Insidertipps über bevorstehende Fusionen 692.644 Pfund mit Spread-Wetten gemacht zu haben.

Eine Jury in London befand Richard Joseph in allen Punkten für schuldig und verurteilte ihn zu vier Jahren Haft, berichtete Chris Hamilton, Sprecher der Finanzmarktaufsicht FSA. Joseph ist vorgeworfen worden, auf Informationen gehandelt zu haben, die er von Ersin Mustafa erhalten hat, der in der Druckerei von Cazenove, einer Tochtergesellschaft von JPMorgan Chase & Co., arbeitete.

Joseph habe mehr als 268.000 Pfund an Mustafa gezahlt, der auch Tipps von seinem Bruder Ali, der in der Druckerei von UBS AG arbeitete, weiter gegeben habe, berichtete die Staatsanwaltschaft.

Der Fall von Joseph stand im Zusammenhang mit der Operation Saturn der FSA, die auf dem Höhepunkt der Finanzkrise 2008 zu acht Verhaftungen führte. Der Aufsichtsbehörde wurde seinerzeit vorgeworfen, sie würde nicht genug unternehmen, um Marktmissbrauch zu bekämpfen. Sechs Personen, darunter Ali Mustafa, wurden im vergangenen Jahr in einem separaten Prozess für schuldig befunden. Ersin Mustafa ist im Dezember 2009 aus Großbritannien geflohen und die Aufsichtsbehörde glaubt, dass er sich im Norden von Zypern aufhält.

Joseph, der seit dem Sommer 2000 selbständig arbeitete, wurde ein Komplott beim Handel in Aktien von Abbot Group Ltd., Fiberweb Plc, IMI Plc, Expro International Group Plc, Greene King Plc und Aero Inventory Plc vorgeworfen, das auf Tips basierte, die er zwischen September 2007 und Juli 2008 erhalten hatte, behauptete die FSA. Joseph hatte sich in sechs Anklagen des Insiderhandels für nicht schuldig plädiert.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

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