Insiderhandel
Millionstrafe für George Soros ist rechtens

Der US-Milliardär und Investor George Soros ist mit einer Beschwerde gegen eine Millionenstrafe vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte gescheitert. Der 81-Jährige wurde wegen Insiderhandels verurteilt.
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StraßburgEin französisches Gericht hatte den Großaktionär 2002 wegen Insiderhandels im Übernahmekampf um die Bank Société Générale zur Zahlung von 2,2 Millionen Euro verurteilt. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) bestätigte am Donnerstag in Straßburg diese Verurteilung als rechtens.  

Soros hatte sich mit dem Argument gewehrt, der Insiderhandel als Straftat sei zur damaligen Zeit in Frankreich nicht ausreichend definiert gewesen. Statt des französischen Rechts hätte man die wesentliche klarere - und für ihn günstigere - EU-Gesetzgebung anwenden sollen. Daher klagte er in Straßburg auf Verletzung des Grundsatzes „Keine Strafe ohne Gesetz“ von Artikel sieben der Europäischen Menschenrechtskonvention.

Die Straßburger Richter befanden genau das Gegenteil. Das damals geltende französische Recht sei „ausreichend klar formuliert“ gewesen. „Der Beschwerdeführer hätte sehr wohl vermuten können, dass seine Handlungen als strafbar eingestuft werden konnten“, hieß es in dem Text. Gegen dieses Urteil kann Berufung eingelegt werden.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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