Insiderhandel-Verdacht
Kopper sieht sich als entlastet an

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat Ermittlungen wegen des Verdachts auf Insider-Handel gegen den Aufsichtsrats-Chef von Daimler-Chrysler, Hilmar Kopper, eingestellt. Das sagte Kopper am Mittwoch auf der Hauptversammlung des Unternehmens in Berlin.

HB BERLIN. Allerdings müsse die Generalstaatsanwaltschaft diesen Schritt noch genehmigen, ergänzte ein Sprecher auf Anfrage.

„Ich kann ihnen mitteilen, dass die Staatsanwaltschaft ihre Untersuchungen eingestellt hat und kein hinreichender Tatverdacht besteht“, sagte Kopper auf der Hauptversammlung von Daimler-Chrysler am Mittwoch in Berlin. Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft wies die Aussage zurück. „Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen“, sagte sie. Details über den Ermittlungsstand wollte sie nicht nennen.

Ermittelt worden war im Zusammenhang mit der überraschenden Rücktrittsankündigung des ehemaligen Konzernchefs Jürgen Schrempp am 28. Juli 2005. Aktionäre hatten dem Unternehmen vorgeworfen, die Information, die einen massiven Kursanstieg der Aktie ausgelöst hatte, zu spät veröffentlicht zu haben. Das Unternehmen hatte die Vorwürfe zurückgewiesen.

Im Zuge des Rückzugs war dem früheren Vorstands- und Aufsichtsratschef der Deutschen Bank vorgeworfen worden, unerlaubte Insidergeschäfte unterstützt zu haben. Die seit Jahrzehnten bei Daimler-Chrysler engagierte Bank hatte am Tag von Schrempps Rücktrittsankündigung 35 Millionen Daimler-Aktien verkauft und damit vom stark gestiegenen Börsenkurs profitiert. Kopper hatte die Vorwürfe bestritten. Verantwortliche der Bank waren nach Behördenangaben nicht von den Ermittlungen betroffen.

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